FCW
  FCW New Years Clash VI 15.02.15 - Do or Die
 

„Fantastic Championship Wrestling präsentiert ihnen den Auftakt PPV des Jahres 2015 – willkommen zum größten Rückkampf seit Steven vs. The End – hier ist New Years Clash VI!“

Das Bild wird schwarz und im Hintergrund sind die Klänge einer Kontrollmaschine für den Herzschlag zu hören. Passend mit dem rhythmischen Piepen, was immer schneller wird, blendet die Crew auf dem Bildschirm nacheinander ein: „2015“ - „Die Reise beginnt“ - „Die Rivalität lebt weiter“ - „Macht euch bereit...“ - „...für 2015“ - „Größer, schneller, höher, weiter“ - „Wir sind die FCW und heute Abend ist erst der Anfang!“
Als der letzte Satz dann langsam ausfadet, hört man schon den lautstarken Jubel aus der Wiener Stadthalle in Halle D und dann gibt es auch endlich den Schnitt, sodass wir die jubelnden Fans auch selbst zu Gesicht bekommen. Wie immer herrscht zu Beginn des PPV Events frenetische Stimmung in der Halle, unzählige Plakate sind zu sehen und Leute, die ganz unterschiedliche Botschaften in die Kamera präsentieren. Während die Kamera so durch die Halle schwenkt, fängt sie vor allem einen klar abgegrenzten Block relativ nah am Ring ein, der immer größer zu werden scheint. Eine Masse an wild grölenden, sich schlecht benehmenden und eher... nun ja... simpel gekleideten Männern mit zahlreichen Bierbechern präsentiert sich der Kamera und diese fängt die wilden Schlachtrufe, die die Medienpräsenz sofort bei den Anhängern des amtierenden Undisputed Heavyweight Champions auslöst, ein, von denen nur ein paar wirklich zitierfähig für's öffentliche Abendprogramm sind.
Die Kamera fährt weiter und zeigt uns die jubelnden Massen und an ihrer Kleidung, ihren Schildern und den wild ins Gesicht geschminkten Nationalflaggen lassen sich ganz unterschiedliche Wrestler, die hier unterstützt werden, ableiten. Die Exoten haben sich heute links vom Ring nahe der Bühne versammelt und tragen eine große schwedische Flagge mit sich herum. Spaß haben sie auf jeden Fall, doch merkt man auch ihnen an, dass sie die niedrigen Steuern auf alkoholische Getränke in Deutschland nicht gewöhnt sind. Nachdem die große Tour inklusive blinkender Lichter dann beendet ist, wechselt der Fokus auf den Titantron, während im Hintergrund der offizielle Themesong des Events einsetzt.

~ Hope by We came as Romans ~

„YEAH!“, dringt es durch die Boxen der Halle und damit beginnen die doch relativ harten Klänge des Themesongs der Band „We came as Romans“. Passend zum Text werden nun Bilder des Abstieges von The BJ Punk eingeblendet, zuallererst natürlich, wie er bei King of Extreme durch den brennenden Tisch flog und den finalen Pin einsteckte, der ihn schlussendlich seinen Titelgürtel kostete. „I can run//I can change all the answers“, heißt es im Themesong und unter diesem doch etwas konträren Eindruck wird gezeigt, wie The BJ Punk mit seinem Titelverlust umging – den Shows fernblieb, vor aufdringlichen Reportern davon lief und sich vom öffentlichen Apparat komplett abschnitt. „Don't fade away!“, fordert der Text auf und nun wird auf ganz andere Szenen geschnitten – ein kämpferischer BJ Punk, wie wir ihn vor King of Extreme erlebten, einer der sich gegen die Aktionen des Dave Rottan widersetzte, der kämpfte, der einstand für seine Auffassung dieses Sportes. „We are the one true hope“ gilt heute Abend vielleicht, aber auch nur vielleicht einmal mehr für The BJ Punk, denn er scheint der Letzte zu sein, der Dave Rottan, der zwischendurch immer wieder finster ins Bild geschnitten wird, etwas entgegen setzten könnte... so er denn antritt.
Mit dem Einsetzen der zweiten Strophe ändert sich auch die Thematik, die im Video zu sehen ist. „Stand up//You have a voice to be heard“ umschreibt wohl ganz gut, was die Gebrüder Schwarz in den Zeiten ohne The BJ Punk, also den letzten Wochen, zu tun hatten. Immer wieder werden Szenen ihres teilweise aussichtslosen Kampfes gegen die Beloved Enemies gezeigt, doch mit einer viel positiveren Konnotation, als man das vermuten könnte. Die Gebrüder Schwarz werden gezeichnet als zwei Tag Team Wrestler, die gegen das übermächtige Übel trotz aller Attacken, Angriffe und Hinterhalte nicht eingeknickt sind und sich mit aller Kraft entgegen stellten. Als der Refrain erneut einsetzt, sehen wir einen schnelleren Zusammenschnitt ihres Kampfes gegen Dave Rottan und das komplette Stable in den letzten beiden Wochen. Das Ganze endet mit der Einblendung der auch ohne Ton deutlich zu verstehenden Szenen nach dem Hauptkampf letzter Woche, wo sie die 2 Rude Dudes zum Match heute Abend herausforderten.
Als die abschließende mehrmalige Wiederholung des Refrains und einzelner Teile davon einsetzt, wird im Video Platz gemacht für die zwei verbleibenden Matches auf der Card, die mit einem wilden Zusammenschnitt von Highlights der einzelnen Kämpfer gezeigt werden. Die dreiMatches der Teilnehmer des Triple Threat Matches werden mit ihren Finishs noch einmal gezeigt – Lukes Roll-Up an Matthew Tyler, Tylers äußerst knapper Sieg gegen Cedric Caprice und der konterlastige Time Limit Draw zwischen den zwei irischen Brüdern. Aber auch Jeffrey Cooper bekommt seine Zeit und uns wird noch einmal seine erfolgreiche Siegesserie, seitdem er Champion geworden ist präsentiert, ebenso wie Highlights, die uns seinen heutigen Gegner vorstellen. Der Themesong klingt langsam auch und somit auch das Videopackage, woraufhin wir langsam wieder zurück in die Halle schalten und sich die Kamera langsam dem Kommentatorenpult nähert, während im Hintergrund weiterhin der Themesong im Loop läuft.

Matt Waston: „Und damit willkommen aus dem wunderschönen Wien in Österreich. Nein, keine Angst, sie haben nicht zur Zusammenfassung des Opernballs geschaltet, heute bekommen sie echtes Kulturgut geboten, denn sie sind völlig zurecht beim ersten FCW PPV des Jahres gelandet – New Years Clash in seiner bereits sechsten Auflage.“

David A. Hole: „Ganz Recht und die heutige bahnt sich an, eine der größten zu werden, zumindest wenn man davon ausgeht, welche Strahlkraft vor allem unsere zwei Hauptkämpfe haben. Sie erwartet heute Abend eine gewaltige Reise durch die Divisionen der FCW und ihre großartige Matchqualität.“

Matt Waston: „So ist es, wir haben eine vollgepackte Card, die vor allem eine Aufgabe hat – eine ganze Menge an Fragen zu beantworten. Vor der Show hatte ich die Gelegenheit mit meinem guten Freund und Chairman dieser Liga – Jeff Deritton – zu sprechen und für ihn ist erstaunlicherweise nicht nur der Main Event von enormer Bedeutung, nein, er sieht auch im Tag Titelmatch heute einen enormen Stellenwert. Malen wir uns doch nur einmal das Szenario aus, dass Rottan seinen Titelgürtel verteidigt und die 2 Rude Dudes heute die Titel gewinnen – dann stünden auf einmal die Beloved Enemies an der Spitze der Liga.“

David A. Hole: „Ich könnte mir schlechtere Szenarien vorstellen, beispielsweise einen Titelverlust von Dave Rottan. Aber egal was Deritton von ihm hält – er erfüllt wenigstens seinen Vertrag, tritt jeden Abend an und bringt mittlerweile sogar einen immer weiter wachsenden Block seiner eigenen Fans, die nur wegen ihm die Shows besuchen, mit sich.“

Matt Waston: „In diesem Zusammenhang muss man sich aber auch immer fragen, wie viele Fans gleichzeitig so angewidert von diesem sogenannten Rottanblock sind, dass sie tendenziell der Show eher fernbleiben, obwohl sie ganz gerne hingehen würden. Jeff Deritton sieht Wrestling als Sport, den sich gerne auch ein Vater mit seinem Sohn oder seiner Tochter zusammen angucken kann und dem ist solch ein Hooligan-Block ganz sicher nicht zuträglich.“

David A. Hole: „Ach so, also willst du den Sport dadurch fördern, dass du vorschreibst, wer wegen seiner großartigen sportlichen Qualität erfolgreich sein darf und wer nicht? Das ist regelrecht perfide.“

Matt Waston: „Das ist überhaupt nicht der Punkt. Es geht darum, wie sich Dave Rottan als Champion präsentiert und verhält. Es ist nicht so, dass ich grundlegend etwas gegen den Wrestler Dave Rottan einzuwenden habe, sondern gegen die Persönlichkeit, die er mit sich bringt. Aber wir schweifen ab... schauen wir uns doch einfach mal an, was die Card heute für uns bereithält. Und die beginnt direkt mal mit einem spektakulären Triple Threat.“

David A. Hole: „Ganz Recht, nachdem Matthew Tyler sowie Luke und Cedric Caprice sich in den letzten Wochen gegenseitig immer wieder eher knapp schlugen oder auch nicht schlugen, entschied sich Jeff Deritton alle drei, die jeweils Ambitionen haben gegen den Hardcore Champion Jeffrey Cooper anzutreten, in ein gemeinsames Springbohnen Triple Threat Match zu stecken.“

Matt Waston: „Der Sieger dieses Matches wird dann zum Nummer 1 Herausforderer auf den Titelgürtel den aktuell noch Jeffrey Cooper hält. Das könnte sich allerdings nach heute Abend auch ändern, denn Jeffrey Cooper muss seinen Titelgürtel heute Abend auch verteidigen.“

David A. Hole: „Aber für wie wahrscheinlich hältst du es, dass er seinen Titelgürtel gegen so einen komischen Fuchteljapaner verliert? Das wäre selbst unter seiner Würde.“

Matt Waston: „Hiro Gojiro wurde nicht umsonst zu diesem Match hierher eingeladen. Er genießt in seinem Heimatland eine ganze Menge Ansehen und nur weil er dem durchschnittlichen deutschen Gelegenheitszuschauer nicht unbedingt bekannt ist, heißt das nicht, dass er nicht in der Lage wäre, heute die ganz große Überraschung zu schaffen. Jeffrey Cooper wird es heute Abend auf jeden Fall nicht leicht haben.“

David A. Hole: „Nicht leicht haben, werden es auch Aaron und Rafael Schwarz, denn die müssen ihre Titelgürtel erneut gegen die 2 Rude Dudes verteidigen. Nachdem die 2 Rude Dudes sich Dave Rottan angeschlossen haben, sind sie für die beiden Cottbuser zu einer noch größeren Bedrohung geworden.“

Matt Waston: „Nicht nur für die. Mittlerweile mussten ja sogar unsere jungen japanischen Rookies Furuhashi Daiki und Oba Watunaru einen respektlosen Beatdown von den beiden einstecken und genau das ist ja auch der einzige Grund, warum sie heute einen weiteren Titelshot bekommen. So paradox das auch klingen mag, aber Aaron und Rafael wissen ganz genau, dass sie die beiden nur dann ruhig stellen können, wenn sie sie ein für alle Mal klar und deutlich besiegen. Zwar haben sie bereits bei King of Extreme deutlich gewonnen, doch sie sind sich im Klaren darüber, dass die 2 Rude Dudes solch eine Niederlage nicht einfach akzeptieren.“

David A. Hole: „Zurecht! Jeder andere bekommt hundert Titleshots, nur wenn du nicht mit der Masse mit schwimmst und unbeliebt bist, bekommst du dann auf einmal keine zweite Chance mehr. Das ist einfach nur lächerlich und deswegen müssen Leute wie die 2 Rude Dudes eben solche Zeichen setzen. Auch weil sie diese Wut im Bauch haben, bin ich mir sicher, dass sie den Gebrüdern heute sehr gefährlich werden können.“

Matt Waston: „Leider ist ihre wrestlerische Qualität hoch genug, als dass ich ihnen ein Erfolg heute Abend zutrauen würde, hätten sie nicht einen entscheidenden Fehler gemacht: Sie haben Aaron Schwarz wütend gemacht. Und wenn du einen Mann wie ihn wütend machst, dann spielst du mit dem Tod. Ein wütender Aaron tötet, das ist die älteste aller Regeln.“

David A. Hole: „Wäre das korrekt, dann wäre er ja sehr nah an einem gut gelaunten Dave Rottan dran, der heute im Main Event im schlimmsten Fall ohne Gegner da steht. Noch immer wissen wir nicht, ob The BJ Punk überhaupt im Gebäude ist und ob er somit heute im Hauptkampf um seinen Titelgürtel antreten wird.“

Matt Waston: „Nun, ich lag ja zuletzt auch des Öfteren mal falsch, was meine Einschätzungen zu ihm anging, aber ich glaube, dass es ihm die ganze Zeit um genau diesen Titel ging und somit wird er heute Abend auch auftauchen, da bin ich mir relativ sicher. Fraglich ist nur, ob er sich dann den Titelgürtel auch zurückholen kann, denn mit der Showabwesenheit kommt natürlich auch die mangelnde In-Ring Arbeit und das könnte seine Form nach unten ziehen.“

David A. Hole: „Ich hoffe es, denn es wäre ein extrem schlechtes Zeichen für den Lockerroom, wenn auf einmal ein vertragsbrüchiger Mann wieder zum Champion wird. Das würde ich deutlich schlimmer finden, als es jemand wie Dave Rottan je sein könnte.“

Matt Waston: „Wenn man nur auf die rohen Fakten schaut und sich nicht mehr Gedanken darüber macht, dann sicherlich. Aber ich glaube da gibt es eine viel kompliziertere Backstory zu. Aber das wäre jetzt zu viel, um es hier auszubreiten. Von daher gibt es wie immer nur eine sinnvolle Option: Schauen wir, was im Endeffekt heraus kommt, denn mehr als Abwarten können wir nicht tun. Ihnen wünschen wir derweil wir Spaß bei einer hoffentlich großartigen Show.“

Noch einmal wird der Themesong lauter, während die Kamera sich vom Kommentatorenpult entfernt.

Steile Schlussfolgerungen

~ Früher am Abend ~

Eine Videoeinblendung lässt uns nun teilhaben, wie wir vor der Wiener Stadthalle bei noch reichlich Sonnenscheine eine Limousine auffährt und sogleich ein Butler zur rechten hinteren Tür eilt. Er öffnet die Tür und heraus kommt Jeff Deritton im feinsten grau matten Anzug mit roter Krawatte. Die Kamera fährt relativ nah an ihn heran, doch Jeff scheint das mittlerweile gewohnt zu sein, nimmt gar nicht mehr allzu viel Notiz davon und blickt das große Gebäude an. Er schaut sich ein klein wenig um und zieht den Krawattenknoten etwas zurecht bevor er sich dann in Richtung des Personaleinganges begibt, hinter ihm her mehrere Angestellte. Kurz bevor er die Tür erreicht, drängt sich neben den Reportern ein Mann der offensichtlich vom britischen Fernsehen kommt vorbei und streckt Deritton ein Mikrophon hin.

Reporter: „Mister Deritton, would you be so nice and answer just a few questions for our British FCW fans?“

Deritton bleibt kurz stehen, zögert und dreht sich dann etwas genervt zum Interviewer. Er schiebt die markante Sonnenbrille etwas aus dem Gesicht und fragt:

„What's the topic?“


Reporter: „It's about the BJ Punk situation...“

Noch bevor der Interviewer den Halbsatz vollendet hat, dreht sich Deritton von ihm weg und macht einen weiteren Schritt auf den Eingang zu. Der Reporter will sich so schnell aber nicht abwimmeln lassen und drängt sich noch einmal vor Jeff Deritton.

Reporter: „Mister Deritton, please, just a few quick words, concerning the matter. We want no insides. Just a short reply on watcha wanna do if BJ doesn't show up. I mean... you booked him as the main event, didn't you?“

Deritton hört dem Reporter relativ genervt zu und zieht dann, als der endlich fertig ist, die Sonnenbrille komplett ab, klappt sie zusammen und steckt sie in die kleine Tasche seines Sakkos. Er legt dem Reporter die Hand auf die Schulter und antwortet ruhig, aber durchaus bestimmt:

„That's non of your business, sir. Just be sure, you will see a main event. That's all that should matter to you and your audience. So if you would excuse me now...“


Deritton schiebt den Reporter nun bestimmt zur Seite und geht zielstrebig in die Halle. Die FCW Kamera bleibt aber auch nach dem Verschwinden des ersten Stabes der FCW Mitarbeiter noch eine kurze Zeit drauf und fängt so ein, wie der britische Reporter sich zu seiner Kamera dreht und seine Zuschauer informiert.

Reporter: „So, Ladies and Gentleman, as you just heard, Jeff Deritton made it official, that there will be a main event, no matter what, which in consequence can only mean, that Jeff Deritton has found a replacement opponent, who would take the spot of BJ Punk in the very likely case of him not showing up.

Combining that with our previous reports of former FCW Undisputed Heavyweight Champion Madcon being seen at a local facility here in Vienna, that could very well mean, that we'll see a wild brawl between Kevin Port and Dave Rottan as the replacement main event for today's show. Take that into consideration, when listening to other reports mentioning big stars from other companies, that shall be backstage at the show and at the end of the day you'll come to the conclusion, that we reported first, what was to happen tonight!“

Über die Seriosität der hier auftretenden Journaille darf nach Herzenslust gestritten werden, den offiziellen Kameras der FCW ist es aber an dieser Stelle genug und es wird abgeschaltet – zurück zum ersten Match in die Halle.

Nummer 1 Herausforderer Match für die FCW Hardcore Championship
Matthew Tyler vs. Luke Caprice vs. Cedric Caprice
Fehlt leider! Kann nichts garantieren, aber eventuell wird hier noch nachgearbeitet. Oder nachgereicht. Wäre auch was.

Maiskorn-Philosophie

„Irgendwo in der Nähe von Cottbus“, heißt die Einblendung auf dem ansonsten schwarzen Bildschirm, während wir im Hintergrund vereinzelte Geräusche von vorbeifahrenden Autos hören. Langsam wird das Bild etwas klarer und wir sehen eine relativ weite Landstraße in der Mitte von Kornfeldern. Moment mal? Kornfelder? Wir haben 2015. Maisfelder. Mais. Überall. Nur. Ach ja, und die Gebrüder Schwarz.
Aaron und Rafael sitzen an der Straßenseite, die Beine angewinkelt, die Hände hinten abgestützt. Einer, Rafael, blickt etwas geistesabwesend in den Himmel und Aaron beobachtet mit ähnlich leerem Blick die Straße. Er wirft ein Maiskorn auf die Straße und beobachtet es dabei, wie es einmal aufditscht und sogleich liegen bleibt. Ein Auto fährt vorbei, das Maiskorn fällt dem Reifen zum Opfer und es bleibt nicht viel mehr übrig als ein kleiner gelber Fleck auf dem Teer.

Aaron Schwarz: „Einfach so. Zack! Ein falscher Moment, du musst noch nicht mal selbst dafür verantwortlich sein und alles ist kaputt, alles was du dir erarbeitet hast, ist auf einmal weg und es bleibt nur noch ein minimaler, nur von seiner markanten Farbe kenntlich gemachter, Fleck. Monatelang ist dieses Maiskorn in seinem geschützten Kolben herangewachsen, hat seine Farbe gewonnen, so viel in sich aufgenommen, so hart an sich gearbeitet und dann wird es einfach aus seiner sicheren Hülle gerissen, auf die schnelllebige Bahn geworfen, ohne selbst etwas dazu oder dagegen tun zu können und nur Bruchteile von Sekunden später ist es dahin.“

Wieder rauscht ein Auto vorbei, Aaron, der fast schon philosophisch wirkt, schüttelt mit leicht wirrem Blick den Kopf. Dann schmunzelt er.

Aaron Schwarz: „Aber das ist der Lauf des Lebens. Irgendwie bildlich, oder? Genauso kann es uns gehen. Wenn wir am Sonntag in Wien in den Ring steigen, gehen wir als prachtvolle gelbe Maiskörner rein, doch es kann uns genauso passieren, dass am Ende von unserem Titelrun nur ein gelber kleiner Fleck übrig bleibt. Das sind dann vielleicht 30 Minuten, wenn überhaupt, die das zerstören, woran wir fast neun Monate lang gearbeitet haben. Das wofür wir Schmerzen erlitten haben, unsere Lebenserwartung gesenkt haben, unserem Körper so viel abverlangt haben, einfach weg. Die Zeit ist schnelllebig. Dann ist es eben nur eine alte Titelregentschaft, eine von vielen. Dann schaut vielleicht George Fischer irgendwann noch einmal darauf und rechnet aus, wie viele Tage im Durchschnitt zwischen unseren Titelmatches lagen. Dann erinnert man sich kurz an diesen kleinen gelben Fleck und sagt: 'Ach ja, war das nicht einmal das Maiskorn?'

Doch am Ende fragst du dich, wenn einer an diesem gelben Fleck vorbeigeht, bleibt er stehen? Erinnert er sich an das Maiskorn, was mal vorher da war? Wohl kaum. Aber wer hat heute denn dafür noch Zeit? Wer hat denn noch dafür Zeit, sich an ein belangloses Maiskorn zu erinnern. Davon gibt es doch tausende, wahrscheinlich sogar Millionen alleine auf diesem Feld. Und in Brandenburg? Milliarden an Maiskörnern. Wird das bei uns anders sein? Wohl nicht, wenn wir nicht mehr sind als ein gewöhnliches, normales Maiskorn. Klein, gelb, typisch geformt. Wen interessiert das denn?“

Auf einmal zieht Rafael Schwarz den Kopf aus den Wolken und blickt seinen Bruder an.

Rafael Schwarz: „Es war besonders. Es war anders als die andern. Das ist das, woran man sich auch in schnelllebiger Zeit noch erinnert. Niemand erinnert sich an das typische gelbe Maiskorn. Doch an das ungewöhnlich geformte, außergewöhnlich gefärbte, besonders hüpfende Maiskorn, daran wird man noch einmal zurückdenken und sich ein kleines, glückliches Schmunzeln nicht verkneifen können.“

Mit ruhiger, sanfter Stimme spricht Rafael, äußerst außergewöhnlich für ihn, einige Sätze, die an philosophischer Tiefe nur wenig zu übertreffen sind.

Aaron Schwarz: „Und genau das ist es, was wir von September 2012 bis September 2013 probiert haben und seit Mai letzten Jahres wieder versuchen. Etwas Besonderes zu sein, nicht einfach nur eine kleine Momentaufnahme des besten Teams der Welt, sondern etwas woran man sich auch noch erinnert, wenn unsere wrestlerischen Qualitäten verblasst sind und wir keine Chance mehr haben, wenn es um diese Titelgürtel geht. Ein Titelgewinn ist nicht mehr als eine positive Momentaufnahme. Ein Titelverlust ist nicht mehr als eine negative Momentaufnahme. Doch alles was dazwischen liegt, können wir selbst bestimmen, selbst verändern, ihm unseren eigenen Anstrich geben. Sei es, weil der Titelrun besonders lang war, weil er besonders reich an Matchqualität war, weil er glühende Rivalitäten enthielt, oder, oder, oder. Doch auch das sind unstete Werte, die immer wieder übertroffen werden können, die schnell in Vergessenheit geraten, wenn eine anderer diesen Wert in den Schatten stellt.

Frage in den Raum: Wer hatte die zweitlängste Titelregentschaft mit der FCW Tag Team Championship? Weiß keiner. War zu erwarten. Damals, als sie noch die längste war, da wusste jeder ganz genau über sie Bescheid. Mittlerweile interessiert sie doch keinen mehr. Der Name steht noch in den Historien, ab und zu gibt es noch einmal eine Randbemerkung, dass sie ja damals mal das und das gewesen waren. Aber woran erinnert man sich dann, wenn nicht schon an die Zahlen? An das, wofür die Titelträger standen, was ihnen niemand nachmachen kann, Werte die sie eisern verteidigt haben, für die ihnen alles andere egal war. Diese Werte hätten sie mit ihrem Leben verteidigt, für die hätten sie damals alles getan.“


Mit richtiger Bewunderung blickt Aaron funkelnd herauf und kommt regelrecht ins Schwärmen. Da unterbricht Rafael jedoch.

Rafael Schwarz: „Unser Vater hat immer gesagt: 'Man erinnert sich nicht an die Jahreszahl von Willy Brandts Kanzlerschaft, doch man erinnert sich ganz sicher an den Kniefall von Warschau.'

Ich habe oft über diesen Satz nachgedacht und daraus eine Menge für mich gezogen. Die Menschen erinnern sich nicht an den Rahmen von wem, was du getan hast, was dein Leben war. Das bleibt nur eine Randnotiz und 'ach ja, der steht da auch auf der Liste'. Aber die Menschen erinnern sich ganz gewiss an das, was du getan hast, um dir selbst treu zu bleiben, um einzustehen für das, woran du glaubst.

Und das habe ich mir auch gesagt, als ich mit dem Wrestling angefangen habe. Egal, was du tust, tu es, weil du davon überzeugt bist, dass es das Richtige ist, dass es die Werte verteidigt, die dir wichtig sind, ohne sie durch die Hintertür auszuhebeln.“

Aaron übernimmt wieder das Wort, mittlerweile jedoch mit geballter Faust und einer gewissen Aggressivität in den Augen.

Aaron Schwarz: „Hätten wir heute Abend noch einmal gegen die 2 Rude Dudes antreten und unsere Titelgürtel aufs Spiel setzen müssen? Nein. Wieso denn auch? Wir haben das erste Match klar gewonnen, sie waren die Herausforderer, die Sache könnte längst abgehakt sein und wir uns dem nächsten Team widmen, denn offensichtlich, waren sie ja nicht besser als wir, oder? Das mag manch objektiver Betrachter glauben, doch das glauben sie doch nicht. Meint ihr Ferro und Ragnarök haben schon einmal etwas von Werten gehört? Leute die sich liebend gern mit Dave Rottan assoziieren lassen? Ganz sicher nicht. Und so haben sie auch agiert. Sie haben Leute attackiert, diese Liga terrorisiert, die sportlichen und moralischen Werte, die wir in dieser Tag Team Division aufgebaut haben, mit Füßen getreten.

Was war ihr Ziel? Sie wollten ein weiteres Match gegen uns. Unter neuen Bedingungen. Kein Hardcore mehr, kein Submission only Match, keine Tornado Regeln. Nein, ein klassisches Tag Team Match, denn das ist ja anders, da könnte doch vielleicht auch das Match anders ausgehen? Eher nicht. Aber vielleicht. Sie hätten nicht Ruhe gegeben ohne dieses Titelmatch, denn sie wären weiterhin der Meinung gewesen, dass sie Argumente haben, die klar für sie sprechen. Unsere Aufgabe ist es, sie sportlich zurechtzuweisen, in ihre Schranken zu weisen, unsere Werte, unsere Überzeugungen zu verteidigen und ihnen jegliche Argumente dagegen zu nehmen. Das können wir nur mit einem Sieg heute Abend tun. Dafür werden wir alles tun, alles, was wir jemals erlernt haben und was wir uns selbst antrainiert haben.

Früher auf dem Dorf, als wir noch nicht in Cottbus waren, gab es einen alten Opa. Der hat nicht viel getan, außer dagesessen, Pfeife geraucht und seine Weisheiten an den ein oder anderen weitergegeben. Als wir es damals schwer hatten, Verständnis für unseren Sport, unser Hobby, unsere Leidenschaft zu finden, hat er uns ins Gesicht gesagt: 'Keine Kraft, die dem menschlichen Körper inne wohnt, ob geistig oder physisch, wird je stärker sein, als seine ehrlich glühende Leidenschaft für das, was er ist und was er liebt.'

Ich habe ihm geglaubt.“


Und mit dieser etwas kryptischen Botschaft fährt die Kamera wieder hoch in den Himmel und es gibt langsam einen Fadeout.

FCW Hardcore Championship

Hardcore Match

Jeffrey Cooper (c) vs. Hiro Gojiro

~ Marble no kabe wa takaku doro ni mamirete ita yo ~

In einer weißen Lederhose mit je einem roten Punkt auf Kniehöhe darauf kommt der japanische Techniker durch den Vorhang getreten. Mit seinem blondierten Undercut und einen roten Weste samt weißem Drachen auf der Rückseite steht er auf der Stage. Hiro Gojiro reißt beide Arme mit den ausgestreckten Zeigefingern hoch und posiert, wobei er gemischt aufgenommen wird. Anschließend bahnt er sich seinen Weg die Rampe hinunter.

Eve McHaddon: „Das nächste Match ist angesetzt auf einen Fall und es geht um die FCW Hardcore Championship! Bitte begrüßen Sie mit mir den heutigen Herausforderer, welcher zu Gast aus dem Land der aufgehenden Sonne ist. Ich präsentiere Ihnen mit einer Größe von 1.75 Metern und einem Gewicht von 82 Kilogramm aus Osaka, Japan - HIRO GOJIRO!“

Gijiro blickt auf dem Weg zum Ring mehrmals in Publikum. Er schwingt sich schließlich auf den Apron, springt über das Ringseil ins Squared Cricle und reißt dann erneut die Arme hoch. Daraufhin steigt er noch auf die Ecke und schaut noch mal ins Publikum. Daraufhin legt Gojiro die Weste ab, steigt vom Seil und wartet auf den Gegner.

~ It's me against the world ~

Jetzt bricht der Jubel los und da ist auch schon der Grund - Jeffrey Cooper kommt auf die Stage! Im offenen Kapuzenpullover und mit seinem Hardcore Title um die Hüften geschnallt, stolziert er auf die Stage und begibt sich die Rampe hinunter, wobei mit den Zuschauern abgeklatscht wird.

Eve McHaddon: „Und sein Gegner kommt mit einem Gewicht von 80 Kilogramm aus Fort Lauderdale, Florida, USA zu Ihnen. Er ist der amtierende und verteidigende FCW Hardcore Champion - JEFFREY COOPER!“

Als Cooper den Apron bestiegen hat löst er den Titelgürtel von seinen Hüften und erklimmt von außen die Ringecke, wo er jenen Titel mit einem Arm in die Luft ragt nachdem er die Kapuze abgezogen hat. Danach hüpft er von der Ecke über diese in den Ring, schultert den Gürtel und geht etwas hin und her, ehe er den Titel dem Referee weiterreicht, der diesen nach oben hält, um zu verdeutlichen, dass er auf dem Spiel steht. Dann wird die Championship nach draußen gegeben und das Zeichen gegeben die Glocke zu läuten.

~ Ding, Ding, Ding! ~

Nachdem die Ringglocke ertönt, kommt es zu Blickkontakt zwischen Jeffrey Cooper sowie Hiro Gojiro. Letztlich nähert sich das Duo und steht Stirn an Stirn. Jeffrey Cooper macht den ersten Schritt und bietet einen Handshake an. Zum Jubel des Publikums nimmt Hiro Gojiro an und nach einigen Kreisen durchs Seilgeviert geht es alsbald ins Kräftemessen. Hierbei greift sich Gojiro den Arm seines Gegners und zeigt einen Arm Wringer. Hierauf zeigt Gojiro noch einmal einen Arm Wringer und wirft Cooper mit einer Vorwärtsrolle auf die Matte. Jeffrey Cooper hüpft jedoch mit einem Kip Up auf die Beine und zeigt im Anschluss ebenfalls einen Wringer gegen den Arm seines Gegerns. Daraufhin reagiert Gojiro prompt noch einmal mit einem Arm Wringer. Jeffrey Cooper windet sich jedoch mit einem Hammerlock heraus und setzt einen Headlock an, um Gojiro mit einem Side Headlock Takedown auf die Matte zu werfen. Dort setzt Gojiro eine Kopfschere um den Kopf seines Gegners an, woraufhin Cooper mit einem Kip Up auf die Beine springt und etwas Abstand nimmt. Derweil klatscht das Publikum für diese Sequenz Beifall. Jeffrey Cooper sowie Hiro Gojiro nicken einander zu und es geht wiederholt ins Kräftemessen. Dieses Mal zieht Gojiro einen Headlock fest. Cooper whippt ihn jedoch sogleich ins Ringseil. Gojiro nimmt den Schwung mit und kommt mit einem Shoulder Block zurück, doch Cooper geht nicht zu Boden. Hierauf federt Cooper ins Ringseil und setzt zu einem Shoulder Block an, doch Gojiro hält sich auf den Beinen. Jetzt federt Gojiro noch einmal ins Ringseil und befördert Cooper letztlich mit einem Shoulder Tackle auf die Matte. Hierauf läuft der Japaner wiederholt ins Ringseil. Gleichzeitig dreht sich Cooper auf den Bauch und versucht seinem Gegner in die Beine zu springen, doch Gojiro macht einen Satz und läuft noch einmal ins Ringseil. Cooper steht währenddessen auf und weicht Gojiro mit einem Leapfrog aus, woraufhin Cooper seinen Herausforderer mit einem Arm Drag auf die Matte wirft und einen Armbar festsattelt. Gojiro lässt sich jedoch nicht aus der Reserve locken und kämpft sich zurück auf die Beine. The Razor zeigt darauffolgend einen Arm Wringer und klatscht Cooper einen Knife Edge Chop an die Brust, woraufhin das Publikum lauthals „Wooo!“ ruft. Nach einigen Forearm Shots schleudert Gojiro seinen Gegner mit einem Irish Whip in die Ringecke und folgt ihm. The Man of Action läuft jedoch artistisch auf die Ringecke und zeigt einen Backflip über seinen Kontrahenten, wonach Cooper ins Ringseil läuft.

Gojiro holt zu einem Hieb aus, doch Cooper taucht ab und nimmt Schwung zu einer Clothesline mit. Somit geht Gojiro zu Boden und rollt sich aus dem Ring. The Workhorse nutzt die Gelegenheit und federt ins Ringseil, um einen Baseball Slide zu zeigen. Doch Gojiro geht aus dem Weg und holt rasch zu einem Lariat aus. Jeffrey Cooper taucht jedoch ab und hüpft auf den Apron, um nach einem Tritt an die Brust einen Moonsault zu zeigen. Hiro Gojiro antizipiert das Ganze jedoch und geht einen Schritt in die Richtung des Seilgevierts. Cooper fängt sich nach dem Backflip auf den Beinen ab - Lariat! Plötzlich setzt The Young Dragon den ersten Nadelstich und befördert Cooper schmerzhaft auf den Hallenboden. Gojiro zieht Cooper auf die Beine und befördert ihn beim 7-Count des Referees zurück ins Seilgeviert. Hierauf entert Gojiro ebenfalls das Seilgeviert und schultert den Titelträger zum ersten Mal. Das Cover: 1... 2... Kick Out! Jeffrey Cooper befreit sich und schüttelt den Kopf, um sich zu akklimatisieren. Hiro Gojiro zieht ihn unmittelbar auf die Beine und feuert Forearm Shots ab. Hierauf befördert Gojiro Cooper mit einem Irish Whip in die Ringecke und folgt ihm, um eine Clothesline zu zeigen und mit einem Running Bulldog nachzusetzen. Jeffrey Cooper schlägt auf die Matte und erhebt sich mit schmerzverzerrtem Gesicht, sodass er sich auf den Knien befindet. The Rising San nutzt die Chance, um ihm mit einem La Magistral zu schultern. Es folgt das Cover: 1... 2... Kick Out!
Cooper befreit sich, doch Gojiro dreht sich mit in einen Chinlock. Er zieht den Haltegriff zu und raubt Cooper die Luft. Cooper reißt die Augen auf und kämpft sich mit den Fans im Rücken auf die Beine. Allmählich steht Cooper auf und befreit sich mit Ellbogenstößen aus dem Haltegriff. Hierauf will Cooper ins Ringseil laufen, doch Gojiro greift sich prompt das Hosenbund und zieht ihn zurück, um einen Belly-to-Back Suplex anzusetzen. The Silent Shooter windet sich jedoch mit einem Backflip heraus und federt ins Ringseil. Gleichzeitig läuft Hiro Gojiro ins Ringseil, um Cooper mit einer Rebound Clothesline abzufangen. Doch Jeffrey Cooper taucht ab und zeigt einige Forearm Shots an die Stirn seines Gegners, ehe er nochmals ins Ringseil federt - Japanese Arm Drag! Hiro Gojiro fängt ihn jedoch ab, hechtet mit einem Kip Up auf die Beine und tritt ihm an den Hinterkopf. Es folgt das Cover: 1... 2... Kick Out! Jeffrey Cooper bleibt im Match, doch er scheint etwas durch den Wind zu sein. Hiro Gojiro schlägt Kapital und zieht auf Anhieb einen Three Quarter Facelock fest, um den Kopf des Titelträgers weiter in Mitleidenschaft zu ziehen. Das Arbeitstier beißt die Zähne jedoch zusammen, weshalb Gojiro den Griff zuzieht. Doch Cooper reißt die Augen auf und stemmt sich auf die Beine. Aus diesem Grund dreht Gojiro seinen Gegner, um Cooper mit einem Neckbreaker den Wind aus den Segeln zu nehmen. Plötzlich greift Cooper jedoch die Arme seines Gegners und drückt ihn mit einem Backslide auf die Matte! Es folgt das Cover: 1... 2... Kick Out! Gojiro befreit sich nach dem 2-Count und rollt sich auf die Beine durch. Er sucht die Orientierung und holt eher willkürlich zu einem Fausthieb aus, doch Cooper weicht aus und federt ins Ringseil. Gojiro dreht sich um - Jeffrey Cooper zeigt einen STO! The Silent Shooter befördert Gojiro auf die Matte und meldet sich ins Match zurück. Er liegt auf der Matte und greift nach Luft. Langsam erhebt er sich jedoch und hebt Gojiro auf die Beine, um ihn mit Forearm Shots in die Ringecke zu treiben. Dort greift Gojiro auf einmal zu und wirft Cooper in die Ringecke, um Machine Gun Chops an die Brust seines Gegners zu feuern. Hierbei dreht Cooper noch einmal den Spieß um und befördert Gojiro in die Ringecke, um im Wechsel Fausthiebe und Knife Edge Chops zu zeigen. Jeffrey Cooper prügelt wie ein Berserker auf seinen Gegner ein, wodurch Gojiro langsam in die Ringecke sinkt. Der FCW Hardcore Champion setzt mit schnellen Tritten nach und geht im Anschluss in die gegenüberliegende Ringecke, um Anlauf zu nehmen - Low Dropkick!

Jeffrey Cooper tritt seinem Gegner ins Gesicht und zieht ihn am Bein aus der Ringecke, um ihn zu schultern. Das Cover: 1... 2... Kick Out! Hiro Gojiro reißt die Schultern von der Matte und greift nach Luft. Jetzt hat Jeffrey Cooper das Heft in der Hand. Er zieht Gojiro auf die Beine und legt einen Arm um den Nacken seines Gegners, um ihn mit einem Snap Suplex auf die Matte zu hieven. Dort dreht sich Cooper samt Gegner auf den Bauch und setzt einen Front Headlock an. Er nimmt das Tempo aus dem Kampf und kontrolliert Gojiro auf der Matte. Gojiro setzt sich jedoch zur Wehr und stemmt sich mit den Fäusten in die Luft. Nun versucht er das Blatt zu wenden und schlägt mehrmals in die Magengrube seines Gegners. Plötzlich tritt ihm Cooper jedoch mit einem Swinging Back Kick in den Magen und Gojiro muss in die Vorbeuge. Sogleich tritt ihm Cooper mit einem Front Kick ins Gesicht, springt ihm mit einem High Knee an den Kopf und katapultiert ihn schließlich mit einem Legsweep auf die Matte. The Man of Action schaut entschlossen ins Publikum und ballt die Faust. Augenblicklich zieht er Gojiro auf die Beine und schleudert ihn mit einem Irish Whip ins Turnbuckle. Gojiro knallt in die Ringecke und Cooper läuft an. Auf einmal geht Gojiro aus dem Weg und schickt Cooper ins Leere, um ihm daraufhin in der Ringecke wiederholt Knife Edge Chops an die Brust zu feuern. Cooper versucht sich mit Fausthieb zur Wehr zu setzen, doch der Japaner gibt nicht nach und hebt Cooper auf das oberste Ringseil, um ihm hierauf einen gewaltigen Chop zu verpassen. Im Anschluss steigt Gojiro ebenfalls aufs Turnbuckle und setzt nach einigen Forearm Shots einen Superplex an. Cooper wehrt das Manöver jedoch mit Schlägen in die Rippen seines Gegners ab und zeigt hiernach selbst Forearm Shots, ehe Gojiro erneut Paroli bietet. Es geht einige Mal hin und her. Schließlich schlägt Cooper seinem Gegner ans Kinn und legt einen Arm um seinen Nacken. Er greift sich das Hosenbund Gojiro's - Inverted Suplex Slam! Das Publikum raunt als Cooper Gojiro von der Ringecke auf die Matte schmettert. Cooper rauft sich die Haare und sucht dann das Gleichgewicht auf dem obersten Ringseil. Nach einem Blick durch die Zuschauerreihen hebt The Silent Shooter zum Diving Double Foot Stomp ab. Hierbei rollt sich Gojiro jedoch aus dem Weg und steht auf. Zugleich fängt sich Cooper mit den Beinen ab und macht einen Purzelbaum, um sich hierauf zu erheben und auf Gojiro zuzulaufen. Dieser holt zum Razorblade (Burning Lariat) aus! Jeffrey Cooper taucht jedoch im letzten Moment ab und federt ins Ringseil. The Young Dragon dreht sich derweil um und fängt seinen Gegner aus dem Lauf ab - Sitout Scoop Slam Piledriver! Gojiro platziert seine Beine auf den Armen seines Gegners und winkelt dessen Beine an. Es folgt das Cover: 1... 2... KICK OUT!
Hiro Gojiro kann es nicht fassen und schlägt die Hände vors Gesicht. Er wischt sich den Schweiß aus dem Gesicht und erhebt sich langsam. Hiernach zieht er Cooper am Schopf auf die Beine und wirft ihn mit einem Body Slam in die Nähe des Turnbuckles. Gojiro besteigt danach mit letzten Kräften die Ringecke und schaut ins Publikums, welches hin und her gerissen ist. Nachdem Gojiro noch einmal über die Schulter zu Cooper geschaut und nach Luft gegriffen hat, hebt er zu einer Moonsault ab - Jeffrey Cooper weicht aus und Gojiro springt ins Leere! Der Gast aus Japan bleibt mit schmerzverzerrtem Gesicht auf der Matte liegen und schnauft heftig nach Luft. Indes hat sich Cooper in die Ringecke gerollt und kämpft sich an den Ringseilen zurück auf die Beine. Er torkelt zu Gojiro und hebt ihn am Kopf auf die Beine, um einen Forearm Shots zu zeigen. Gojiro kontert jedoch mit einem Unterarm. Hierauf kommt Cooper mit einem Schlag zurück, ehe Gojiro noch einmal einen Schlag abfeuert und es allmählich zu einem Schlagabtausch kommt. Dieser Schlagwechsel nimmt von Schlag zu Schlag an Geschwindigkeit zu bis Gojiro mehrmals an den Kopf seines Gegners schlagen kann. Daraufhin holt der Japaner zu einem Lariat aus, doch Cooper taucht ab und setzt einen Waist Lock an nachdem er sich an seinem Gegner vorbeigedreht hat. Gojiro windet sich jedoch heraus und setzt ebenfalls einen Waist Lock an. Cooper kontert jedoch noch einmal - German Suplex! Plötzlich hämmert Cooper seinen Gegner auf die Matte und hält an ihm fest, um ihn auf die Beine zu heben. Hierauf folgt der nächste German Suplex und Cooper zieht weiterhin den Griff fest, um Gojiro noch einmal auf die Matte zu werfen. Dieses Mal setzt sich Gojiro jedoch mit Ellbogenstößen zur Wehr und dreht sich in einen Waist Lock, um selbst einen German Suplex zu zeigen. Cooper wehrt das Manöver jedoch ab und federt nach einigen Ellbogenschlägen ins Ringseil. Gojiro empfängt ihn jedoch mit einem Forearm Shot und läuft dann selbst ins Ringseil. Hierbei folgt ihm Cooper jedoch und zeigt eine O'Connor Roll mithilfe der Ringseile... BRIDGING GERMAN SUPLEX!!! Plötzlich hievt Cooper Gojiro auf die Matte und der Referee zählt den Pin-Versuch. Cover: 1... 2... 3... KICK OUT!
Hiro Gojiro befreit sich im allerletzten Augenblick. Sowohl das Publikum als auch Jeffrey Cooper können es nicht glauben. Cooper liegt auf der Matte und schüttelt den Kopf. Er richtet langsam seinen Oberkörper auf und schaut ungläubig zum Offiziellen. Der Offizielle macht ihm jedenfalls deutlich, dass sich Hiro Gojiro rechtzeitig befreit hat. Letztendlich kämpft sich Cooper an den Ringseilen auf die Beine und schaut weiterhin argwöhnisch. Er platziert in der Ringecke und mustert Hiro Gojiro aufmerksam. Dieser stolpert mit einer Hand am Nacken auf die Beine und dreht sich um. Jeffrey Cooper nutzt die Gelegenheit auf der Stelle und läuft mit letzter Kraft an. Plötzlich schnellt Gojiro jedoch mit einem Forearm Shot in die Offensive. Cooper bremst abrupt ab und torkelt in die Ringecke. Prompt schießt Hiro Gojiro mit einem Yakuza Kick ins Turnbuckle! Doch Cooper taucht rechtzeitig ab und Gojiro schlägt mit den Weichteilen auf das oberste Ringseil. Cooper nimmt die Chance wahr und schlägt mit einem Dropkick ins Kreuz seines Gegners zu nachdem er einmal in die gegenüberliegende Ringecke gelaufen ist! Dadurch befördert Cooper Gojiro über das oberste Ringseil auf den Hallenboden. Hierauf platziert sich Cooper in der Mitte des Seilgevierts und wartet darauf, dass Gojiro auf die Beine kommt. Allmählich besinnt sich Gojiro und kämpft sich auf die Beine. Jeffrey Cooper federt ins Ringseil und springt zwischen den Ringseilen aus dem Squared Circle - Suicide Dive! The Silent Shooter nimmt Hiro Gojiro mit und befördert ihn bei diesem Suicide Dive gegen die Zuschauerabsperrung. Jeffrey Cooper zündet noch einmal den Turbo, hebt Gojiro auf die Beine und befördert ihn ins Seilgeviert. Nachdem Cooper nach Luft gegriffen hat, steigt er auf den Apron und hält das oberste Ringseil. Hiro Gojiro torkelt zurück auf die Beine - Springboard Crossbody!

Sofort folgt das Cover: 1... 2... KICK OUT! Hiro Gojiro befreit sich wiederholt kurz vor dem 3-Count. Das Publikum peitscht Jeffrey Cooper an und gibt ihm die letzte Kraft, um auf die Beine zu kommen und das Match endgültig zu beenden. Das Arbeitstier steht auf und greift zu, um The Coup (Swinging Reserve STO) anzusetzen. Hiro Gojiro greift seinem Gegner jedoch an die Haare und verschafft sich einen Vorteil. Nach einem Fausthieb setzt der Japaner einen Standing Shiranui an. Doch Cooper fängt ihn in der Luft mit einem Kraftakt ab, geht mit ihm in die Ringecke und setzt ihn auf dem obersten Ringseil ab! Nach einigen Schlägen in den Nacken platziert Cooper seinen Herausforderer im Tree of Woe und geht in die gegenüberliegende Ringecke. Cooper zeigt mit dem Zeigefinger auf Gojiro und läuft los, um einen Low Dropkick ins Kreuz seines Gegners zu zeigen - doch Hiro Gojiro reißt den Oberkörper hoch! Jeffrey Cooper tritt gegen das unterste Turnbuckle und hält sich die Beine. Sowohl Cooper als auch Gojiro besinnen sich gleichzeitig. Während sich Gojiro auf der Ringecke beziehungsweise dem mittleren Ringseil positioniert, kämpft sich an den Ringseilen auf die Beine. Schließlich greift Gojiro nach einem Tritt ins Gesicht seines Gegerns zu und... Tornado DDT! The Young Dragon wirbelt den Titelträger auf die Matte, zieht ihn sogleich auf die Beine und greift zu - BRIDGING DRAGON SUPLEX!

Das Cover: 1... 2... 3... KICK OUT! Hiro Gojiro kann nicht fassen, dass das nicht zum Sieg gereicht hat. Mit einem Motivationsschrei steht Gojiro auf und zieht Cooper beim Schopf auf die Beine, um hierauf einen Arm um den Nacken seines Gegners zu legen und ihn in die Luft zu heben. Cooper windet sich hierbei jedoch heraus und setzt zum Double Knee Backbreaker an. Doch Gojiro wirft ihn ab und federt ins Ringseil. Cooper hebt den Oberkörper an - Shining Wizard! Es folgt das Cover: 1... 2... 3... KICK OUT! Jeffrey Cooper bleibt im Match. Gojiro kann es nicht fassen und verzweifelt langsam. Er verpasst sich sogar selbst Ohrfeigen, um sich zu motivieren. Letztlich hebt er Cooper auf die Beinen und setzt den Lightning Spiral an. Jeffrey Cooper dreht sich jedoch heraus und trifft dieses Mal mit dem Double Knee Backbreaker! Er tankt nun Energie und steht langsam auf, woraufhin er zwischen den Ringseilen auf den Apron steigt und die Ringecke betritt. Nach einem Blick durchs Publikum springt mit einem Diving Double Foot Stomp ab! Das Cover: 1... 2... 3... KICK OUT! Doch Gojiro befreit sich ebenfalls im allerletzten Moment. Cooper rauft sich die Haare und mobilisiert noch einmal alle Kräfte, um Gojiro entkräftet auf die Beine zu heben und den Coup anzusetzen. Gojiro kontert auf einmal mit einem School Boy, doch er schultert Cooper nicht, sondern lässt ihn durchrollen, um einen Tritt zu zeigen. Hierauf erhebt sich Gojiro und federt ins Ringseil, um den Razorblade zu zeigen. Doch Jeffrey Cooper taucht ab und läuft ins Ringseil. Gojiro holt noch einmal zum Lariat aus, doch Cooper taucht zum zweiten Mal ab und läuft weiter. Hierauf laufen Gojiro und Cooper aufeinander zu. Cooper ist schneller und... Thigh Knock!!! Der Silent Shooter trifft perfekt. Er hebt Gojiro auf die Beine und zieht endlich den Coup durch!

Es folgt das Cover: 1... 2... 3!!!

~ Ding, Ding, Ding! ~

Erschöpft liegt Cooper auf der Matte und bekommt dann vom Ringrichter aufgeholfen, der seinen Arm hochhält.

Eve McHaddon: „Meine Damen und Herren, hier ist Ihr Sieger und weiterhin amtierender FCW Hardcore Champion - JEFFREY COOPER!“

Hierauf bricht Cooper plötzlich in die Knie und hält sich den Kopf. Der Referee hat sich nun von draußen den Titelgürtel ins Squared Circle geben lassen und reicht diesen Jeffrey Cooper, der erst mal aufsteht, um seinen Titel entgegenzunehmen. Hierbei schüttelt Cooper ständig seinen Kopf. Aus diesem Grund vergewissert sich der Referee nach seinem Wohlbefinden. Jeffrey Cooper zeigt, dass alles in Ordnung ist. Er verzichtet daraufhin jedoch aufs Feiern, da er sieht, dass auch Gojiro ziemlich kaputt wieder auf den Füßen ist. Beide schauen sich einen Augenblick lang an bis Cooper dem Japaner die Hand hinstreckt und dieser sie unter „Please come back!“-Rufen annimmt. Daraus folgt noch eine Umarmung zwischen beiden. Plötzlich sackt Jeffrey Cooper zur Besorginis Gojiros, des Referees sowie des Publikums erneut zusammen. Gojiro fängt ihn auf und hebt ihn auf die Beine. Anschließend greifen Gojiro und der Referee jeweils unter einen Arm und helfen Jeffrey Cooper aus dem Seilgeviert. Das Publikum ist zum Teil ziemlich besorgt. Einige Fans rufen jedoch „That was awesome!“ sowie „Jeffrey Cooper!“. Nachdem Cooper die Ringtreppe sowie die Rampe überwunden hat, geht er mit dem Offiziellen in den Backstage-Bereich. Hiro Gojiro dreht sich noch einmal zum Publikum um und verbeugt sich unter Jubelrufen, ehe er ebenfalls durch den Vorhang tritt.

Im Dialog

Wir schalten Backstage und sehen dort Sita Romaros in einer Räumlichkeit, die der Wrestler-Lounge relativ ähnlich sieht. Sie sitzt an einem kleinen Tischlein, neben dem ein weiterer größerer Tisch steht, auf dem einige Monitore das Geschehen aus der Halle, einige Direktanalysen und Wiederholungen abspielen. Der Gegenpart, den man auf der anderen Tischseite vermuten könnte, ist durch den ungünstigen Kamerawinkel noch hinter seinem Laptop versteckt.

Sita Romaros: „Herzlich willkommen meine Damen und Herren im offiziellen Medienbereich hier Backstage, wo sich Medienvertreter und Medienvertreterinnen aus aller Welt zusammen finden, um über die Shows hier zu berichten und sich darüber auszutauschen. Genau eine solche Medienvertreterin habe ich heute zu einem ganz besonderen Gespräch eingeladen. Bitte begrüßen sie mit mir einen ganz besonderen Gast: Sie kommt vom schwedischen Brottning Tidskrift und ist nicht erst seit dem Debüt von Viktor Ragnarök eine interessierte Beobachterin der FCW – Alva Lindström.“

Nun wird der Laptop weiter aus dem Bild gerückt. Alva Lindström, eine bildhübsche, blonde Schwedin mit schmalem Brillengestell und dunkelblauer Bluse grüßt freundlich in die Kamera.

Sita Romaros: „Wir werden unser Bestes versuchen, das Inteview auf Deutsch zu halten, Frau Lindström ist da ja sehr bewandert. Nun aber zum eigentlichen Thema: Frau Lindström, wir haben sie ja heute eingeladen, weil wir im letzten Jahr mit einer neuen Strategie begonnen haben und diese natürlich auch 2015 weiterführen möchten. Es soll nicht immer nur über die FCW berichtet werden, sondern wir möchten die öffentliche Wahrnehmung auch in unsere Shows integrieren und uns so immer wieder hinterfragen. Also frage ich mal ganz direkt: Wie fällt ihr Fazit zum FCW Jahr 2014 aus?“

Alva Lindström: „Nun ja, das Schöne an der FCW in den ersten fünf Jahren war immer, dass sie qualitativ gewachsen ist. Das hat uns als Reporter immer äußerst gefreut, denn man bekam jedes Jahr ein großartiges Produkt geboten, über das man eine ganze Menge Geschichten erzählen konnte und das sich in vielen Details immer weiter verbesserte. Doch mittlerweile ist die FCW auf einem Level... wie sagt man... angekommen, wo sie nicht mehr dieses riesige Potential hat sich zu professionalisieren und an Stellschrauben zu drehen. Jetzt geht es vor allem darum, auf den Punkt zu... delivern (schmunzelt). 2014 war für die FCW insofern aufregend, als dass es In-Ring vielleicht eines der besten Jahre aller Zeiten war. Die Geschichten dahinter waren zwar auch durchaus interessant und die Verpackung mittlerweile sowieso ganz gut, aber so den richtigen mitreißenden Fluss über das komplette Jahr hinweg hatte man nicht, würde ich sagen. Eben auch, weil man keine Rivalität hat, die das Jahr klar prägte oder eben zwei, die jeweils eine Jahreshälfte bestimmten. Nichtsdestotrotz hat die FCW es 2014 mit Matches wie Steven vs. Deritton III oder BJ Punk vs. Deritton II geschafft, Momente und Matches zu... erschaffen... die dafür sorgen werden, dass man sich immer wieder an dieses Jahr erinnert.“

Sita Romaros: „Die FCW hat ja auch immer davon gelebt, dass sie eine Menge neuer Stars produziert und diese dann in Szene setzt. Ist das in 2014 etwas untergegangen?“

Alva Lindström: „Ich glaube nicht einmal. Sicherlich, man hat die Kaderbreite reduziert und es gibt nicht mehr so eine weite Feld an von Qualität vielversprechenden, jungen Akteuren. Aber man hat Auge bewiesen und ganz große Neuentdeckungen präsentiert. Die Caprice Brothers sind bestes Beispiel. Die gab es nicht erst seit 2014 in der FCW, doch sie haben bis dahin nicht glänzen können. Dann bekamen sie neben einem stets weiterentwickelnden Training eine Chance und haben die genutzt. Aber auch Jeffrey Cooper hat ein großartiges Jahr erlebt und gezeigt, dass er eben doch in der Lage dazu ist, die ganz großen Matches zu gewinnen.“

Sita Romaros: „Insgesamt also ein positives Fazit?“

Alva Lindström: „Sicherlich positive Tendenz, aber es gibt noch viele Sachen, die besser werden können und müssen. Beispielsweise die Frequenz der Shows hielt ich in 2014 für zu niedrig, da hat man oft... wie sagt man... Momentum verloren. Oder auch die Besetzung der Tag Team Division. Das dreht sich zu oft nur um zwei Teams und die anderen, kleineren Teams, die ab und zu noch da sind, bekommen nicht oft genug die Chance zu scheinen, weil man die Division nur um die zwei rivalisierenden Teams aufbaut. Das sind alles so Dinge, die nicht dramatisch sind, aber dem Gesamtbild doch einen Abbruch tun. Aber ich möchte nicht zu viel reden über Negatives.“

Sita Romaros: „Sehr freundlich (lacht). Unser zweites Gesprächsthema betrifft genau das – die Tag Team Division. Gleich steht das Match um die FCW Tag Team Championship an und darin steht ja auch einer ihrer Landsmänner. Wie sieht man Viktor Ragnaröks Agieren in der Heimat?“

Alva Lindström: „Das ist eine schwere Sache. Viele Leute sind sehr heimat... wie sagt man... verbunden. Die lieben Viktor und seinen typisch schwedischen, rauen Kampfstil mit beinharten Aktionen. Wenn er dann mal etwas macht, wofür sie ihn eigentlich ausbuhen müssten, wird auch mal kurz weggeguckt, so wie überall eben. Aber es gibt auch zu Genüge Kritik, wenn etwas unfair läuft. Da läuft dann gegen Viktor auch immer, dass Gebrüder Schwarz in Schweden erstaunlich beliebt sind. Aber ich muss genauer sein, Aaron Schwarz ist in Schweden sehr beliebt. Die Schweden mögen seinen Kampfstil, weil er viel europäisches hat, viel Schlagkraft und gnadenlose Brutalität in seinen Aktionen.

Das ist aber immer nur eine Teil. Rafael Schwarz mögen sie nicht so unbedingt. Der schwedische Wrestling-Fan weiß nicht so viel mit „fliegenden“ Wrestlern anzufangen, das liegt in seiner Natur. Aber Giovanni Ferro mag man nicht unbedingt. Der ist vielen unsympathisch und mehr so ein Sidekick für ihren großen Viktor. Trotzdem würden die Schweden frenetisch werden, wenn Viktor heute Champion wird. In Schweden glauben das auch viele. Das ist immer so ein Mischung aus Hoffen und Vertrauen. Sie sehen viel in Viktor und wünschen sich, dass er sich mit Ferro zusammen so entwickelt, wie Aaron mit Rafael. Einfach zwei, die so ungewöhnlich kombiniert sie auch sind, zusammen Erfolg finden.“


Sita Romaros: „Sportlich gesehen sollten die Verhältnisse ja eigentlich klar sein, immerhin hat Viktor bei King of Extreme relativ deutlich verloren. Beunruhigt das ihre Landsmänner und Frauen nicht?“

Alva Lindström: „Ach, da dürfen sie nicht mit einem Schweden sprechen. Ist doch ganz anderes Match, vollkommen andere Lage, vielmehr Rückenwind für die beiden und eine Allianz mit dem erfolgreichen Dave Rottan. Das ist für die Schweden Begründung genug. Außerdem, Wrestling ist wie Fußball. Am Samstag gewinnst du die Liga-Spiel 3:0 und am Mittwoch verlierst du im Pokal 1:2. Wrestling ist da nicht anders. Tagesform, Matchverlauf, so viele kleine Faktoren die da wichtig sind. Man mag von Viktor und Ferro halten was man will und ihre Arbeit in den Zeiten außerhalb des Ringes kritisieren, aber dass sie im Ring etwas drauf haben, kann man nicht bestreiten, tun glaube ich auch die Cottbuser nicht.“

Sita Romaros: „Wenn sie sich also zu einem Tipp hinreißen lassen?“

Alva Lindström: „Dann tippe ich ganz klar auf die 2 Rude Dudes. Einfach auch, weil ich nicht wüsste, wie es weitergehen würde, wenn sie heute verlieren. Was machen sie dann? Zwei verlorene Titelmatches in Folge? Keine gutes Bewerbungsschreiben. Und ich sehe da in den Niederungen der Division ein ganz besonderes Team, das überall mehr Aufmerksamkeit und Lob bekommt und schon einmal gut gegen die Champions aufgetreten ist. Vielleicht wären die dann dran? Dann wären die Dudes erst einmal weg. Das will keiner. Weder in Schweden noch hier. Ich will dieses Match noch öfter sehen, vor allem bei Grand Slam. Nur leider ziehe ich daraus andere Schlüsse als die Deutschen (lacht).“

Sita Romarös: „Vielen Dank für das Gespräch. Und damit sind wir auch schon an dem Punkt angekommen, wo wir erfahren werden, ob Alva Lindström Recht behält. Viel Vergnügen.“

~ Schnitt ~

FCW Tag Team Championship

Tag Team Match

Gebrüder Schwarz (Aaron & Rafael Schwarz) vs. 2 Rude Dudes (Viktor Ragnarök & Giovanni Ferro)

~ Beloved Enemie by Virus Undead ~

Es machen sich sofort laute Buhrufe in der schönen Wiener Stadthalle breit, denn es erscheinen nun wohl die meist verhasstesten Wrestler der FCW – nach Dave Rottan – in der Halle, genannt die 2 Rude Dudes. Lediglich einige zusprüche aus dem Rottan Block erhalten die beiden Internationalen Talente, da sie ja eben jenem Dave Rottan gemeinsame Sache machen. Die beiden interessieren sich aber weder für den ubel noch für die Buhrufe und machen sich stattdessen in ihren regulären Outfits auf zum Ring. Ferro trögt dabei seine braune lange Ringhose mit einem silbernen Gürtel und seinen Initialien drauf, ebenso wie seine weiße lange Assasinenrobe, welche er tief ins Gesicht gezogen hat. Bei Ragnarök ist es die lange rote Ringhose, dem ärmellosen Kettenhemd am Oberkörper und dem blutigen Handabdruck im Gesicht. Kurz bevor beide dann am Seilgeviet angekommen sind, ergreift Ringsprecherin Eve McHaddon das Wort.

Eve McHaddon: „Das folgende Match ist angesetzt für einen Fall UND es geht um die Fantastic Championship Wrestling Tag Team Championship. Angekommen im Ring, sie sind 2/3 der Beloved Enemies.... The Last of Us Viktor Ragnarök & The Assasin Giovanni Ferro – 2 RUDE DUDES!“

Wie Eve es bereits angesprohen hat, sind beide nun im Ring angekommen. Ferro hat sich dort auf dem Toprope positioniert und reißt sich die Kaputze der Robe vom Kopf! Viktor hat sich hingegen rückwärts in die Seile fallen lassen, geht auf die Knie und stößt mit ausgebreiteten Armen einen lauten Kriegsschrei aus. Beiden wirken hoch motiviert und wollen hier unbedingt heute Tag Team Champions werden wollen.

~ Young by Hollywood Undead ~

Sofort wandeln sich die bösartigen Buhrufe in riesigen Jubel um, denn nun betreten die Gebrüder Schwarz, ihrerseits FCW Tag Team Champions, die Halle und erscheinen mit den Gürteln auf der Stage. Diese halten sie mit einer Hand fest und benutzen die andere um mit den freudigen Wiener Fans abzuklatschen und marschieren dabei in richtung Seilgeviet.

Eve McHaddon: „Ihre Gegner kommen aus Cottbus, Deutschland und haben ein Gesamtgewicht von 181 Kilogramm. Sie sind die amtierenden Fantastic Championship Wrestling Tag Team Champions: „The One and Only“ Rafael und „The Tapmachine“ Aaron – DIE GEBRÜDER SCHWARZ!“

Die beiden Brüder sind nun auch im Ring angekommen, positionieren sich dort in ihre Ringecke und lösen die Titelgürtel von Hüften. Gemeinsam strecken sie ihre Gürtel in die Luft – Cheapshot von Ferro und Ragnarök!

~ Ding, Ding, Ding! ~

Die Ringglocke ertönt zwar um das Match anzuläuten, dennoch wird das Match nicht wie herkömlich gestartet, denn die 2 Rude Dude haben ihre Rivalen kurz vor dem Matchbeginn angegriffen und so einen Brawl mit den beiden Youngstars gestartet. Da diese von dieser Attacke leicht überrascht zu sein scheinen, können die Männer aus Schweden und Italien hier die Oberhand gewinnen und die beiden Brüder mit schnellen Aktionen zu Boden bringen.

Matt Watson: „Die Dudes sind echt unglaublich. Können ihre Aktionen nicht einmal sein lassen und auf solche billigen Aktionen setzen.“
David A. Hole: „Die Schwarz Brüder sind es doch selber schuld! Langsam sollten sie doch wissen, dass man sich mit den beiden nicht alegen sollte und diese Attacken sind ja auch nichts neues.“

Während die Kommentatoren ihre Meinung zu der Prematch Aktion kundgeben, haben die Dudes das Match weiterhin unter kontrolle und schaffen es Aaron Schwarz mit einem doppelten Whip aus dem Ring zu befördern. Zusammen gehen die zwei dann auf Rafael los und schaffen ihn in die Seile zu drängen. Von dort soll dann auch The One and Only mit dem Whip-In das Seilgeviet verlassen, allerdings kontert der jüngere Schwarz die Aktion in seine eigene und verpasst Ragnarök einen Enzuigiri Kick an den Kopf, während Ferro einem ausweichen kann. Statt dies dann aber auszunutzen und Rafael hinterrücks zu attackieren, verlässt der italiener mit einem Slide den Ring um sich Aaron zu widmen. Dieser slidet aber gleichzeitig mit Ferros verlassen wieder in den Ring, nimmt dann Anlauf und... Suicide Dive auf den Assasinen! Die Tapmachine macht sofort den Platz frei für seinen Bruder, denn Rafael kommt auch schon angeflogen – CORKSCREW PLANCHA!!!
Die Zuschauer fangen an zu toben, denn solch eine Aktion hat zu beginn des Matches wohl niemand erwartet, am wenigsten wohl Giovanni Ferro. Bevor sich die Brüder aber wieder aufrichten können, wechselt ihre Aufmerksamkeit auf Viktor Ragnarök, welcher noch alleine im Ring steht. The Last of Us nimmt dann Anlauf, hier soll auch ein Suicide Dive folgen, doch hat nur geblöft und rutscht nur zwischen den Seilen durch, womit er auf dem Apron landet. Auf diesem hält der große Schwede nun kurz inne, zieht sich dann an den Seilen hoch, er wird doch nicht...

David A. Hole: „SPRINGBOARD MOONSAULT!“
Matt Watson: „Man kann ja von den 2 Rude Dudes halten was man will, aber eine solche Aktion von einem Mann wie Viktor Ragnarök ist durchaus beeindruckend. Aaron hat hier das meiste des Moves abgekriegt, Rafael hat eher weniger abgekriegt."

So wie es gerade von Matt Watson erklärt wurde, sind Rafael Schwarz und Viktor Ragnarök die am wenigsten angeschlagenen Akteure, weswegen beide nun vom Referee in den Ring gebeten werden, damit das Match wieder einen normalen Verlauf nehmen kann. Zurück im Seilgeviet gehen die beiden legalen Wrestler in einen Lock-up. Aufgrund seines Kraftvorteiles kann The Last of Us diesen gewinnen und nimmt Rafael aus diesem dann in einen Side Headlock in welchem er leicht in die Knie geht um mehr druck aufzubauen. Mit dem Headlock Takeover soll das geschehen dann auf den Boden verlagert werden, aber Rafael kann sich frühzeitig befreien und Viktor aus dem Headlock ansatzt in die Seile werfen, beim zufückfedern gibt es dann den Dropsault gegen den Schweden! Während Ragnarök sich beginnt aufzurappeln, holt Rafael schwung, weicht mit einem Rad Viktors gegenaktion aus zwingt seinen Kontrahenten dann mit einem Front Dropkick in die Kniekehle auf die Knie. Nach einem Shining Enzuigiri gibt es dann das erste Cover: 1... Kickout! Nicht überrascht über den Nearfall, zieht Rafael den Skandinavier wieder hoch, klatscht ihm dann erst ein paar Chops an die Brust und nimmt dann Anlauf in die Seile. Statt aber zurückzufedern, springt er auf das mitlere Seil um von dort aus mit einer Springboard Aktion auf Viktor zu springen. Doch The Last of Us kann hier schnell regieren und kickt einmal mit voller wucht gegen das Seil auf welches Rafael gerade springt, sodass dieser vom Seil rutscht und auf die Matte kracht... Jumping Elbow drop von Viktor! Mit einem Irish whip wird Rafael nun in die Ringecke befördert in welcher es dann den Corner Big Boot vom Schweden geben soll, doch Rafael ist schneller und streckt Ragnarök kurz vor dem Einschlag mit dem Boot mit einer Clothesline nieder! Der Schwede sackt vor der Ringecke zusammen, was Rafael ausnutzt und auf das Toprope steigt...Ferro stürmt in den Ring um die Aktion zu verhindern, aber Rafael ist schneller – HACK AND SLAY!!! BÄM!!!
Beide Dudes werden mit Rafaels großartigem Kombo Move getroffen! Ein Cover zeigt Rafael aber nicht, sondern tagt stattdessen seinen großen Bruder ein mit dem er sich dann vor Ragnarök positioniert, welcher sich langsam zurück in die Ringmitte robbt. Gemeinsam ziehen die Schüler von Jeff Deritton den Nordländer hoch und packen ihn zum Double Suplex am Hosenbund. Jedoch kann sich der große Schwede nach hinten herauswinden, packt die beiden Brüder an der Kehle und stemmt sie zum doppeltrn Chokslam gegen beide hoch. Doch auch die Tag Champions können sich zur wehr setzen, treten Ragnarök in den Magen und verpassen ihm dann einen Synchronen Standing Wheelkick, welcher den Schweden auf die Matte brettert! Rafael verlässt nun den Ring, Aaron setzt zum Cover an: 1... 2... Kickout! Die Tapmachine entscheidet sich nun dazu den Kampf etwas Matten technischer zugestalten, verdreht den Arm des Schwedens am Boden und rollt sich dann mit ihm in eine Cross Armbreaker variationen bei welcher Aaron zusätzlich noch seinen Fuß in die Achsel Viktors streckt und so den Arm weiter nach oben drücken kann. Das Opfer des Moves schreit zwar laut auf, weigert sich allerdings hier abzuklopfen und versucht sich irgendwie in richtung der Seile zu robben um dem tödlichen Submission Maneuver zu entkommen. Leider wird aus diesem Vorhaben aber nichts, denn der Griff ist in der Mitte des Squared Circles perfekt von Aaron angesetzt worden, wodurch ein eigenständiges entkommen für Viktor unmöglich ist. Da es für seinen Kollegen hier langsam eng wird, entscheidet sich Giovanni Ferro dazu einzugreifen und Tritt Aaron auf der Matte liegend gegen den Arm, was zum Break up des Hold führt. Sofort kommt auch Rafael hinzu um seinen Bruder zu unterstützen, allerdings ist der Assasine schneller und befördert ihn mit einem Griff in den Nacken über das oberste Seil nach draußen. Der zweite Dude zieht seinen Tag Partner nun in die Team eigene Ecke und kann sich vom Apron aus selber einwechsel, sein Vorteil ist, dass er heute noch garnicht im Ring stand. Und so legt er auch sofort los und beginnt wild und unkontrolliert auf die Tapmachine am Boden ein. Mit einem harten Irish whip wird Aaron dann in die Ringecke befördert, beim zurückfedern klemmt sich der italiener den Arm seines Gegners über die Schulter...Back Suplex! Schwarz bleibt erstmal liegen, sodass Giovanni Zeit hat sich in der Ringecke zu positionieren, wo er dann in die Hocke geht. Als sich A-Schwarz dann wieder erhoben hat, stürmt Ferro mit den Worten „All Men must die!“ um seinen Gegner zu, dass soll die Assasination Spear werden. Jedoch kann der ältere der Tag Champions ausweichen, indem er mit einem Leapfrog über Ferro springt, holt dann selber schwung – KAZURA!!!!

Matt Watson: „Voll erwischt mit Aarons patentierten Kick, Giovanni Ferro wird förmlich von den Beinen gerissen.“
David A. Hole: „Der Move hat durchaus gesessen muss man sagen. Aber die Dudes werden hier trotzdem nicht nachgeben, sie werden Wien heute als Tag Team Champions verlassen...“
Matt Watson: „...Aaron weiterhin am Zug. Aus der Ringecke wird nun der Tornado DDT angesetzt, das ganze wird wohl in der Tapmachine enden.“
David A. Hole: „Denkste! Unser Assasine kontert das ganze und wirft Aaron mit dem Overhead Northerlights Suplex zurück auf die Matte.“

Nach der von David Hole angekündigten Aktion folgt auf Seiten der Rude Dudes der Wechsel zurück zu Viktor Ragnarök! Dieser legt nun sein Bein quer über das Seil, woraufhin Ferro den Kopf Aarons gegen den Fuß seines Tag Partners hämmert, wodurch der Cottbuser in die Ringecke knallt. Der Schwede kommt nun hinzu und packt sich mit Ferro zusammen jeweils einen Arm des Champions um ihn mit dem Gesicht in die Ringecke befördern. Doch Aaron ist zurück im Spiel, dreht sich aus den Armgriffen heraus – Corner Reverse STO gegen die beiden Herausforderer! Nach einem kurzen verschnaufen begibt sich Aaron dann in Richtung seiner Ringecke um zurück zu seinem Bruder zu wechseln. Doch Ferro – welcher sich zuvor wieder selbst eingewechselt hat – ist zur Stelle und springt nach vorne, wodurch er Aaron mit einer art modifiziertem Chop block von den Beinen reißt! Mit einem fetten Grinsen zwischen den Backen zieht der Assasine Aaron an den Haaren hoch und schleudert ihn dann mit einem heftigen Irish whi in die Seile – Lariat von Ferro! NEIN! Die Tapmachine kann drunter durch tauschen, wodurch sich Rafael selber einwechselt, Aaron weicht noch einem Move von Ferro aus, wodurch Viktors Franzose nun zwischen den beiden Tag Champions eingekesselt ist..... Fliping Blockbuster von Rafael, Leg sweep von Aaron – TOTAL ELIMINATION!!!
Und wieder eine starke Aktion des Champions gegen die Herausforderer (zumindest einen), diesmal sogar eine ihrer Total Elimination Versionen, welche ja einen der Finisher des Brüder Duos ist. Cover von Rafael, Aaron verlässt den Ring wieder: 1... 2... Ferros Bein ist auf den Seilen → Roperbreak! Ein weiteres Cover setzt Rafa garnicht erst an, sondern steigt verkehrt herum auf das zweite Ringseil, von wo dann eine seine berühmten Highflying Maneuver folgen soll – der Phoenix Splash. Allerdings ist Viktor Ragnarök zur Stelle und kann das vielleicht vorzeitig Matchende verhindern, indem er Aaron vom Apron aus mit einer Clothesline zurück auf die Matte befördern....Einen Moment! Viktors Eingriff wurde vorraus gesehen und schlägt einen perfekten Moonsault bei welchem The One and Only vor dem Turnbuckle auf den Füßen landet – Ferro ist zur Stelle, packt Rafael an den Hüften, drückt ihn gegen den Turnbuckle und vollführt nach einer Rolle nach hinten einen perfekten German Suplex! Dieser endet aber nicht im typischen englischen Stil mit einer Brücke, sondern Ferro rollt sich aus diesem wieder hoch und vollführt einen weiteren German. Wieder rollt er sich aus diesem hoch und holt zum dritten German Suplex aus. Doch Rafael kann eine Rolle nach hinten vollführen und verpasst Giovanni einen Tritt in die Kniekehle. Nun holt Rafael schwung aus den Seilen, läuft dann am Bein von Ferro hoch, springt dann auf dessen Schultern und zeigt einen perfekt ausgeführten Reverse Hurricanranna.... oder doch nicht so perfekt, denn Ferro stemmt sich einfach hoch und – Inverted Alabama Slam zurück auf die Matte!
Nach einem erfolglosen Nearfall wird Rafael in einem Spinebuster hold in die Ecke der Dudes gedrängt wo das Tag zu Viktor Ragnarök zurück folgt. Aus dem Spinebuster ansatzt, nimmt Ferro seinen Gegner dann in einen regülären Alabama Slam, während sich The Last of Us vor den beiden positioniert. Als Ferro dann den Alabama Slam zeigen, fängt Ragnarök ihn in der Luft an den Hüften ab und wirft ihn mit dem Overhead German Suplex direkt in die Ringecke! Aber daraus wird auch nichts, denn Rafael nutzt seine Highflyer Fähigkeiten und den Schwung durch den Suplex nutzen und auf dem Turnbuckle landen. Da ist aber Viktor Ragnarök zur Stelle und holt zum Corner Uppercut aus. Aber auch Rafael kann wieder kontern, indem er mit einem Salto hinter die Dudes springt – Dropkick gegen Ferro, welcher mit Ragnarök kolidiert. Ferro geht zu Boden Ragnarök in die Ecke. Mit einem lauten Schrei nimmt Rafael nun Anlauf und verpasst Viktor in der Ecke dann einen Running Dropsault bei welchem er dann noch perfekt mit dem Moonsault auf Ferro landet. Der Schwede in der Ecke, wird dann in den Side Headlock genommen aus welchem er den Wikinger Nachfahren dann mit einem Corner Bulldog auf seinen Tag Partner befördert. Nachdem Ferro dann aus dem Ring befördert wird, folgt der Wechsel zu Bruder Aaron, welcher den Schweden dann auf seine Schultern nimmt. Es ist Zeit für die Märchenstunde. Also nimmt Rafael Anlauf, muss aber aus dem Ring, da Giovanni Ferro das Seile runter zieht – Victory Roll von Ragnarök an Aaron: 1... 2... Viktor rollt durch, Swedish Submission!

In letzter Zeit selten gesehen, aber immernoch so effektiv wie beim ersten Einsatzt und ebenso gefährlich wie will Aaron hier wieder rauskommen? Tatsächlich schaft es Aaron einige zentimeter nach vorne zu kriechen und versucht so die Seile zu erreichen, was Viktor ihm natürlich versucht zu erschweren. Jedoch gelingen Aarons versuche ihm wesentlich besser, sodass sich der Schwede dazu entscheiden den Griff kurz anzulockern um ihn in der Mitte des Ringes wieder fest zu ziehen. Doch gerade als er sein Bein aus denen verknoteten von Aaron zieht kann dieser sich herauswinden und verpasst seinem Challenger einen Kick an den Kopf, wodurch dieser den Griff komplett lösen muss und leicht nach hinten torkelt. Für weitere Aktionen ist Aaron nun aber auch zu angeschlagen, denn er taumelt erstmal leicht angeschlagen in die Ringecke, das Match hat auch ihm schon einiges abverlangt. Beide nutzen die angeschlagenheit ihres gegenübers um selber kurz zu verschnaufen, von einem Wechsel sind beide zu weit enfernt, noch ist unklar wer als erster wieder bereit ist weiter zu machen. Nach kurzer Zeit sieht es dann aber so aus, als wäre Aaron als erster wieder bereit und macht sich mit langsamen schritten aus der Ringecke auf in richtung seines Gegners aus Schweden. Dieser kommt jedoch urplötzlich und ohne jede vorwarnung angestürmt und hämmert der Tapmachine im lauf seine ausgestreckten Knie mitten an den Brustkorb, wodurch der Cottbuser mit dem Rücken wieder in die Ringecke knallt und mit hartem Impact aus dieser wieder raus taumelt. Aus dieser torkelei wird er dann ohne das viel Zeit vergeht von Viktor ausgehoben und auf seiner rechten Schulter gelagert. Mit Aaron in dieser position schaft er es dann seinen Partner Giovanni Ferro einzuwechseln, welcher sich dann hinten seinem Dude positionieren, während dieser Aaron nun zum Razor's Edge hoch stemmt. Mit einem schrei nimmt der Assasine dann Anlauf, während Viktor Aaron aus der Cruzifix Powerbomb nach vorne wirft und der Champion so im Running Ace Crusher von Giovanni Ferro landet! Cover: 1... 2... KICKOUT! Wütend schlägt Giovanni mit den Fäusten auf die Matte und rauft sich dich Haare, er kann es nicht fassen, dass Aaron hier nochmal ausgekickt ist. Nach kurzer Zeit hat er sich aber wieder beruhigt und begibt sich nun in die Ringecke, wo dann seine gefürchtete Assasination Spear folgen soll. Er atmet nochmal kurz durch und stürmt dann als Aaron wieder steht zur Spear los, zum glück kann Aaron aber in letzter Sekunden und völlig abwesend mit einer Rolle über den italiener ausweichen, sodass dieser mit seinem massiven schwung fast mit der gegenüberliegenden Ringecke kolidiert. Er kann aber in letzter Sekunde stoppen, dreht sich wieder um und... kassiert einen jumping Roundhouse Kick an den Kopf, wodurch er wieder in die Ringecke kracht. Es folgen nun einige Chops und Forearms an den Kopf und Brustkorb des Mannes aus Calabria, nach welchen Aaron ihn auf den Top Turnbuckle setzt. Mit langsam Schritten begibt sich Aaron dann in die Mitte des Ring um Ablauf zu nehmen, die Fans beginnen laut auf zu schreien, denn sie können sich denken, was jetzt folgen soll.

Matt Watson: „Aaron nimmt Anlauf und bereitet wohl einen Super Frankensteiner gegen Ferro auf dem Toprope vor....aber moment! Da ist Ragnarök.....“

David A. Hole: „VIKINGS FALL!“

Der Vikings Fall ist eigentschlagen und brachte Aaron dazu sich zu überschlagen und unsanft auf dem hinterkopf zu landen, der Move wurde auch mit einem massiven schwung ausgeführt, wie man ihn von Viktor Ragnarök kennt. Schnell will der Schwede seinen Kollegen – welcher mitlerweile wieder runter ist vom Toprope – auf Aaron zum Cover legen, wird jedoch vom Ringrichter daran gehindert und von diesem dann wieder auf den Apron gebeten, das Zebra droht hier sogar mit einer Disqualifikation. So bleiben die beiden regulären Akteure dann also im Ring liegen und rühren sich erstmal kaum. Beide haben hier immerhin schon eine menge eingesteckt. Dennoch ist Giovanni Ferro etwas fitter, da er im gegensatzt zu Aaron deutlich kürzer bis jetzt aktiv im Match mitgewirkt hat und so nun versucht in seine Ringecke zu robben, ebenso wie Aaron welcher allerdings einen leichteren Weg hat, da beiden näher an seiner Ringecke zu Boden gingen. Beide kriechen also wie halb verdurstet in der Wüste in richung ihrer Ecke... Aaron ist fast da, er hat beinahe die Hand seines Bruder erreicht. Doch Ferro hat ihn am Bein! Er versucht ihn weg zu ziehen, Aaron sringt nach vorne – TAG! Angeschlagen rollt sich der ältere Schwarz aus dem Ring um Platz für seinen Bruder zu machen. Dieser springt mit einem Satzt über das oberste Seil in den Ring, nimmt schwung aus den Seilen und verpasst dem sich gerade aufrichtenden Ferro einen Kniestoß direkt auf die Nase, dann holt er kurz Luft und... Standing Corkscrew Moonsault! Cover: 1... 2... KICKOUT! Kleine Tropfen Blut färben die Ringmatte, der Kneestrike hat Ferros Nase zum bluten gebracht. The One and Only interessiert dies aber nicht, denn er zieht Ferro nun vor eine der Ringecken, welcher er dann selber betritt, allerdings nur auf das 2nd Rope, für mehr reicht auch seine Kraft fürs erste nicht. Mehr braucht er gegen Ferro aber auch nicht. Wieder atmet der Champion kurz durch, macht dann einen Satzt nach oben – REVERSE 450° SPLASH!!!

David A. Hole: „Nobody Home!“
Matt Watson: „Leider wahr. Viktor hat wieder eingegriffen und zieht seinen Tag Partner aus dem Ring, wodurch dieser schöne Reverse 450° Splash leider daneben geht.“

Gemeinsam betreten die Rude Dudes nun den Ring und ziehen Rafael ihre Ecke, Tag. Nahe der Ecke muss nun auch der jüngere Schwarz mit Viktors Swedish Submission machen, während Ferro gleichzeitig eine modifiezierte Version seines Sicilian Nectie ansetzt. Noch bevor aber das Referee eingreifen kann, ist Aaron schon zur Stelle und teilt abwechselnd Schläge gegen beide Dudes aus und schaft es so seinen Bruder aus dem gefährlichen Double Manöver zu befreien. Es entsteht ein wilder Brawln zwischen allen vier Wrestlern, welche dann aber bevor irgendwer die Oberhand gewinnen kann vom Offizielen wieder unterbunden wird, sodass nur noch Viktor und Rafael im Ring bleiben. Aaron steigt wieder auf den Apron wird aber von Ferro Face First auf den Apron gehämmert. Schnell schnappt sich der Assasine einer der Titelgürtel des Schwarzes und betritt mit diesen den Ring. Bevor er aber damit zuschlagen kann, reißt der Offiziele ihm diesen wieder aus der Hand, verlässt den Ring um ihn wieder weg zu legen. Doch genau das war der Plan der Rude Dudes. Viktor hat holt sein Kettenhemd vom Einzug hervor, wickelt es um seine Hand – Discus Lariat mit Kettenhemd! Als der Referee wieder zur Stelle ist, ist die Kette verschwunden und er zählt das Cover: 1... 2... 3!

~ Ding, Ding, Ding! ~

„BUH!“

„THIS IS BULLSHIT!“

„YOU SUCK!“


Matt Watson: „Ja liebe Fans, ihr sprecht mir aus der Seele, was für ein spektakel der 2 Rude Dudes. Ein trauriger Tag hier in der FCW. Viktor Ragnarök und Giovanni Ferro sind neue FCW Tag Team Champion.“

Eve McHaddon: „Die Sieger des Matches und NEUE FCW Tag Team Champion: „The Last of Us“ Viktor Ragnarök, „The Assasin“ Giovanni Ferro – 2 RUDE DUDES!“

Man kann Eve bei den gesprochenen Worten kaum verstehen, denn die Fans schreien sich mit Buhrufen die Seele aus dem leib. Dieser werden sogar noch lauter als die beiden Sieger ihre neuen Gürtel überreicht bekommen. Die besagten Gürtel werden dann sofort von beiden in die Luft gestreckt, während die Fans immer lauter werden und jetzt sogar beginnen Müll in form von Getränke Behältern, Papier Tüten und ähnlichem. Doch die beiden Dudes interessiert das Null, denn sie sind neue Tag Team Champions. Nach einer kurzen Umarmung verlassen dann auch beide den Ring. Auf dem weg aus der Halle auf der Stage reißen beide nochmal kurz die Arme hoch und verlassen die Halle dann über den Vorhang, während die Buhrufe weiter anhalten.

Ist er da?

Matt Waston: „Bevor wir zur Expertenrunde abgeben, haben wir noch ein paar Informationen einzuholen. Für uns Backstage steht nun Robert Finkel, direkt vor der Kabine von The BJ Punk. Robert, was kannst du uns berichten? Ist der Rekordchampion in der Halle?“

Nun wird Finkel eingeblendet (im Splitscreen) und man sieht im Hintergrund ganz gut die Tür mit dem Schild „The BJ Punk“, hört aber derweil auch einiges an Geräuschkulisse im Hintergrund. Auch Finkel wirkt durchaus aufgeregt.

Robert Finkel: „Nun Matt, das ist schwierig. Wir sind zwar seit einigen Stunden hier in der Halle und hatten auch immer ein Auge auf die Kabine, doch konnten wir seitdem kein Ankommen des Herausforderers auf die Undisputed Heavyweight Championship heute Abend wahrnehmen. Nichtsdestotrotz ist die Tür immer noch verschlossen, was im Normalfall eher ungewöhnlich ist, denn die Wrestler haben für gewöhnlich keine Schlüssel zu den Kabinen bzw. erhalten die Möglichkeit sie zu verschließen, erst wenn sie hier sind. Trotzdem haben wir aus der Kabine selber aber keinerlei Geräusche oder Aktivitäten überhaupt wahrnehmen können... bisher.“

Finkel wirkt etwas ratlos und blickt fast schon etwas apathisch immer wieder auf die Kabinentür, an der sich jedoch so rein gar nichts bewegt.

Matt Waston: „Was sind denn die offiziellen Statements dazu? Und gibt es denn niemanden, der sich dazu äußern kann? Ich meine, wir sind ja hier keine Dorfdisko. Wenn er reingekommen ist, ist das doch jemandem bekannt.“

Finkel zuckt mit den Schultern.

Robert Finkel: „Die offizielle Seite hält sich bedeckt, da bekommt man absolut keinerlei Informationen raus, vollkommen aussichtslos. Von dem, ich sage mal, einfachen Personal, was hier so in der Nähe für die Organisation und so weiter zuständig ist, hat keiner irgendetwas gesehen oder hat auch nur den Fitzel einer Information. Derittons Anweisung an alle Mitarbeiter, die für die Organisation seines Auftrittes zuständig sind, ist schlicht und einfach: Macht es, wie ihr es immer machen würdet.“

Auf einmal sieht man Jeff Deritton durch die Gänge marschieren und Robert Finkel sieht seine Chance gekommen. Als Deritton ihn erblickt, greift er allerdings direkt das Mikrophon und zieht es zu sich heran.

Jeff Deritton: „Bevor du fragst Robert, nein, ich habe nichts zur BJ Punk Situation mitzuteilen und es gibt auch keinen neuen Status. Es wird heute im Main Event definitiv ein Undisputed Heavyweight Championship Match stattfinden, mehr müsst ihr nicht wissen und mehr ist auch nicht von Relevanz. Wenn ihr schon einmal die Zeit habt, widmet euch doch einfach auch mal dem Mann, der diese Aufmerksamkeit, so sehr mir das auf dem Magen liegt, verdient hat – Dave Rottan. Ich denke es würde die Zuschauer auch mal interessieren, wenn vor dem Championship Match auch einmal über den Champion gesprochen würde. Guten Abend.“

Damit drängt Deritton sich an seinem Angestellten vorbei und... verschwindet hinter BJs Kabine. Was auch immer das zu bedeuten hat. Robert Finkel steht etwas irritiert in der Gegend herum. Etwas abrupt wird dann wieder in die Halle geschaltet.

David A. Hole: „Haha, Robert ist doch wie alle anderen Interviewer. Keiner hat Lust darauf, Dave Rottan zu interviewen, denn sie haben alle Angst vor ihm, weil er nicht so brav ist, wie die ganzen anderen Schoßhündchen.“

Matt Waston: „Im Falle von Robert Finkel kann man ihm das ja nun auch nicht unbedingt übel nehmen. Das nach solchen Ereignissen dann die allgemeine Bereitschaft, mit solch einem Mann Interviews zu führen, deutlich sinkt, kann ich mitunter verstehen. Ashlynn hingegen gibt nur äußerst selten Interviews, aber ich glaube es gibt schlimmeres für Dave Rottan, als nicht interviewt zu werden. Der weiß schon ganz gut, wann er seine Kabine für einen Kameramann öffnen muss, um sich in Szene zu setzen.“

David A. Hole: „Ja und? Das ist doch heutzutage Standard und das muss man so machen, wenn man Erfolg haben möchte. Außerdem... der Rest des Geschwaders hier hat doch keinen Bock, seriös über ihn zu berichten. Da bleiben ihm nur solche Methoden:“

Matt Waston: „Bevor wir uns jetzt in eine riesige Diskussion verfangen, machen wir lieber mal mit etwas konstruktivem weiter. Direkt hiernach...“

~ Hype-Video zu Dave Rottan ~

Expertenrunde

Matt Waston: „Nur noch wenige Minuten verbleiben, dann erwartet uns das große Match zwischen Dave Rottan und The BJ Punk...“

David A. Hole: „...wenn er denn auftaucht...“

Matt Waston: „...zwischen Dave Rottan und The BJ Punk. Bevor wir allerdings uns diesem Match vollkommen widmen, haben wir wie immer Backstage eine große Runde an unterschiedlichsten Experten versammelt. Mittlerweile ist sie Tradition – die Expertenrunde. George, take it away!“

Damit schalten wir Backstage und wieder einmal sitzt „The Professor“ George Fischer mit drei Gästen an der großen Tafel.

George Fischer: „Wie immer: Herzlich willkommen meine Damen und Herren zur FCW Expertenrunde – diesmal zur Undisputed Heavyweight Championship zwischen Dave Rottan, dem seit Ende letzten Jahres amtierenden Champion, und The BJ Punk, dem ehemaligen Champion und Rekordhalter für die längste Titelregentschaft mit diesem Titelgürtel.

Wie immer darf ich zuallererst unsere zwei Stammgäste begrüßen. Rechts von mir Bobby Brendon, FCW Legende, Ehrenmitglied und mittlerweile Talentscout und Teil des FCW Trainingsstabes.“

Brendon wird eingeblendet, nimmt die Sonnenbrille ab und legt sie vor sich auf den Tisch. Er spielt noch ein wenig mit dem für ihn charakteristischen, kleinen, blauen Würfel zwischen seinen Fingern.

George Fischer: „Links von mir, ebenfalls Ehrenmitglied sowie ehemaliger Champion in der FCW und mittlerweile aktiv als Road Agent hinter den Kulissen – unter anderem auch für The BJ Punk – hier ist Matt Asstinson.“

Auch Asstinson wird eingeblendet und der über-2-Meter Riese winkt wie immer freundlich in die Kamera.

George Fischer: „Und zu guter Letzt bleibt uns noch unser Gast für den heutigen Abend: Bitte begrüßen sie mit mir Michael Specht, Journalist.“

Specht, ein stattlich gebauter, blonder, vollbärtiger Mitvierziger nickt seriös Richtung Kamera.

George Fischer: „Die erste Frage muss ich bei dieser Paarung und dieser Ausgangssituation zwangsläufig an dich stellen, Matt. Was kannst du, als jemand, der in seiner Funktion oft mit ihm gearbeitet hat, zur aktuellen Situation von The BJ Punk sagen?“

Asstinson zuckt etwas ernüchtert mit den Schultern.

Matt Asstinson: „Traurig an der Sache ist, dass ich absolut nichts dazu sagen kann. Wer glaubt, BJ hätte sich nur von der öffentlichen Wahrnehmung abgeschlossen, der liegt absolut falsch. Normalerweise arbeiten wir nur vor PPVs innerhalb der Woche zusammen, ansonsten nutzen wir immer die Zeit im Rahmen der einzelnen TV-Tapings. Zwar ist dieser Plan sehr flexibel, aber dieses Mal habe ich dadurch, dass BJ bei den Tapings nicht anwesend war und ich auch sonst keinen Kontakt zu ihm herstellen konnte, keine Minute mit ihm verbracht und habe deswegen auch keinerlei Ahnung, wie sein körperlicher Zustand nach einem Monat Ringabsenz ist. Ich bin praktisch genauso ratlos, wie wir alle, was die Situation angeht. Nur einer Sache bin ich mir sicher: Es frustriert mich.“

George Fischer: „Herr Specht, wie schätzen sie die Situation ein?“

Michael Specht: „Nun, es ist ja nicht unbedingt ungewöhnlich, dass sich einzelne Akteure mal eine Weile lang vom öffentlichen Diskurs abkapseln. Wrestler sind teilweise eine relativ egozentrische Gemeinschaft und vor allem sind sie ihre ganz eigenen Unternehmen. Vor allem in der FCW ist es ja so, dass es nur sehr wenige, zugesicherte, verpflichtende Pressetermine für die Akteure gibt. Dazu kommt dann noch, dass The BJ Punk ja nicht einmal mehr etwas auf seine Pflichttermine gegeben hat.

Aber es ist schon außergewöhnlich, dass jemand sich so komplett von der Liga abkapselt, bei der er eigentlich unter Vertrag steht. BJ hat ja nicht nur die Öffentlichkeit gemieden, er ist komplett abgetaucht. Das bringt in unserer Branche eben auch schnell eine Ansammlung von Gerüchten mit sich. Wenn ich mich so mit Kollegen aus allen möglichen Richtungen unterhalte, kann ich eigentlich eine eigene Sparte nur mit Varianten von angeblichen Begründungen für BJs Abwesenheit füllen. Da ist dann auch alles bei. Von persönlichen Krisen, bis zu finanziellen Problemen, rüden Anschuldigungen bezüglich Attitüde und eventuellem Missbrauch von Substanzen, über Behauptungen, BJ würde sich mit diesem Verhalten aus seiner Vertragsbindung lösen und eine Kündigung provozieren wollen, bis hin zu respektlosen Varianten, wie ihm zu unterstellen, dass er mit dem fehlenden Spotlight und dem Titelverlust an sich, inklusive finanzieller Verluste, ein Problem hätte und sich deswegen zurückgezogen hat. Eins haben all diese Varianten gemeinsam – ich bin nicht der Meinung, dass eine von ihnen voll zutrifft. Ich selber habe aber genauso wenig Idee, wie das Ganze einzuschätzen ist und ich verbitte mir eigentlich aufgrund journalistischer Prinzipien auch Spekulation ohne Anhaltspunkte.“


George Fischer: „Können sie Fans verstehen, die aufgrund der aktuellen Entwicklungen ihre Abkehr von der Unterstützung des Punkers proklamieren?“

Michael Specht: „Zum Teil. Fans sind von Natur aus eben eine emotionale Bande. Wenn du dann als Fan so enttäuscht wirst und keine plausible Erklärung dafür hast, dann gibt es zwei Wege: Verständnis oder frustrierte Abkehr. Der erste Weg ist zu BJs Glück momentan noch verbreiteter, aber es gibt auch auf der anderen Seite eine ganze Menge Fans, die so enttäuscht von ihrem Idol sind, dass sie ihm die Unterstützung versagen. Ist eben die emotionalere Sichtweise.“

George Fischer: „Zum Sportlichen: Matt, glaubst du, dass bei BJ durch eine solch lange Pause ein Verlust an Ringsubstanz eintreten kann?“

Matt Asstinson: „Es ist generell so, dass Wrestling ein Tagesgeschäft ist. Du kennst die Grundzüge, du kennst Taktiken, Vorgehensweisen etc., aber du musst wie in jeder anderen Sportart die Abläufe immer wieder trainieren, um in Form zu bleiben. Aber wir wissen ja eben auch nicht, inwieweit BJ...“

Auf einmal unterbricht Asstinson, denn Bobby Brendon schiebt seinen Stuhl zurück, steht auf und deutet an zu gehen.

George Fischer: „Mister Brendon, warum wollen sie uns denn schon verlassen?“

Bobby Brendon: „Wenn ihr 'ne Sondersendung über The BJ Punk machen wollt, hättet ihr mir das in der Anfrage mitteilen sollen. Darauf habe ich zumindest keine Lust. Wenn ihr dann irgendwann doch nochmal über das Titelmatch und – das wird euch jetzt schockieren – den Champion reden wollt, könnt ihr mir ja Bescheid geben.“

Fischer wirkt im ersten Moment etwas irritiert, doch dann signalisiert er Brendon mit einigen Gesten, dass er seinem Wunsch nachkommen wird. Brendon setzt sich wieder.

George Fischer: „Um dem sachdienlichen Hinweis des Kollegen nachzukommen, wie verändert sich die Vorbereitung auf ein solches Match für Dave Rottan in der jetzigen Lage?“

Da steigt Brendon auch gleich redselig ein.

Bobby Brendon: „Bei jedem anderen würde ich sagen, dass es dadurch schwieriger wird, weil die taktische Vorbereitung ungenauer wird und man weniger Scouting in den Wochen vor dem Titelmatch betreiben kann. Aber wir sprechen von Dave Rottan. Ich glaube kaum, dass der in irgendeiner Weise taktische Vorbereitung betreibt und/oder seinen Gegner genau analysiert. Er ist schlichtweg die Perfektion des klassischen Brawlers der seinen Kampfstil bewusst extrem pragmatisch und impulsiv hält, was natürlich auch zu einer Schwäche erwachsen kann, keine Frage. Im Normalfall ist das für Rottan aber ein Vorteil, denn seine Gegner können ihn relativ schwer einschätzen und kalkulieren, was er als nächstes tut.

Das ging mir in Matches gegen Madcon immer relativ ähnlich. Der hatte nie so etwas wie einen taktischen Leitfaden bzw. hieß der wenn dann immer nur: Prügel den Typen windelweich... Okay... vielleicht gab's da auch noch ein, zwei andere Aspekte, aber das war halt auch viel in Kevins Charakter verankert. Das ist eben etwas, was Brawler ausmacht, sie sind im Ring extrem authentisch.“

Hier hakt Specht ein.

Michael Specht: „Das halte ich aber auch für eine steile These. Klar, es gibt sicherlich Wrestler, die trainieren mehr selbstbezogen, als dass sie sich auf ihren Gegner konzentrieren, doch das heißt ja noch lange nicht, dass ihr In-Ring Arbeit daher authentisch ist. Du musst ja nicht unbedingt ein taktisches Genie sein, um so ein paar persönliche Strategien zu haben, die im Prinzip halt keinerlei Aktion voraussagen, aber doch in gewisser Weise so eine Art Handlungsempfehlung sind. Wenn du komplett reaktionär reagierst, würde das ja heißen, dass Madcon beispielsweise überhaupt nie einen Gedanken über seine psychologische Kriegsführung im Ring verschwendet hat.“

Bobby Brendon: „Das ist doch Erbsenzählerei. Natürlich denkst du über dein Verhalten nach, aber das ändert doch nicht die Tatsache, dass gewisse Dinge einfach in deiner Persönlichkeit liegen. Madcon war genau so, wie er sich im Ring präsentiert hat und wie er gewrestlet hat. Das war kein sportlicher Aspekt. Wenn eine Kamera auf ihn gerichtet war und er jemanden verprügelte, dann hat er dieses Trash-Talking auch immer betrieben, egal ob es nun ein simpler Faustkampf war oder ein klarer sportlicher Wettkampf. Bei Rottan ist das nichts anderes. Bloß mit dem Unterschied, dass Rottan noch unberechenbarer ist, weil er einfach außerhalb seiner Gelüste keine klare identitäre Linie hat. Er ist eben irgendwo ein Psychopath.“

Matt Asstinson fährt dazwischen.

Matt Asstinson: „Wobei ich nicht sagen würde, dass Rottan gar keine markanten Merkmale an seinem In-Ring Stil hat. Ich habe in der Arbeit mit BJ früher eben solche auch immer wieder herausgearbeitet und ich kann ja auch von mir selbst ausgehen, Ich habe auch viel über diesen impulsiven, momentanen Kampfstil geregelt, aber trotzdem kannten meine Gegner Eigenheiten meiner Stilistik. Ein wahrer Champion bist du dann, wenn du genau diese Eigenheiten und Details auszunutzen weißt und daraus Profit schlagen kannst.“

George Fischer: „Was erwartet uns dann heute für eine Auseinandersetzung. Tipps?“

Matt Asstinson: „Ich weiß es nicht, dafür ist die ganze Situation zu unübersichtlich. Dave Rottan wird wrestlen wie immer – brutal, geradlinig, unberechenbar und mit einer ganzen Menge wirrer Psychologie. Brawling der Extraklasse, wenig Technik und eine ganze Menge Kraft. BJ? Keine Ahnung. Ich bezweifle, dass er sich vollkommen neu erfunden hat in diesen Wochen, aber ich kann es eben auch nicht beurteilen. Vielleicht hat er seine Stilistik grundlegend verändert, vielleicht hat er nur an Details gearbeitet, vielleicht hat er auch gar nichts verändert und musste nur einfach mal den Kopf freibekommen. Ich kann es nicht sagen. Aber das ist doch auch das Spannende an diesem Match. Wir wissen nicht, welchen BJ wir zu Gesicht bekommen werden und wir wissen deswegen auch nicht, wie das Match ausgehen könnte. Fakt ist, dass es ein vollkommen anderes Match wird, als bei King of Extreme, denn wir sind nicht mehr auf Rottans Schlachtfeld – wo alles erlaubt war – sondern in einem klassischen Wrestling Match, was er zwar auch kann, aber was von beiden eher BJ als Domäne zuzuschreiben ist.“

Bobby Brendon: „Das ist aber auch so eine Sache der FCW. Du hast eine klare Trennung zwischen den einzelnen Divisionen und ihren jeweiligen Kampfarten, doch du erlaubst eben auch die Möglichkeit, dass derjenige, der die Qualität besitzt, zwischen den Divisionen hin und her wechselt. Dementsprechend liegt der größte Qualitätsaspekt in der Erfahrung, die sowohl The BJ Punk als auch Dave Rottan in anderen Divisionen haben und vor allem der Qualität, sich der jeweiligen Art von Match fließend anzupassen. Sicherlich hat Rottan einen Faible für Matches mit Waffen, aber er kann eben auch anders und hat das glänzend unter Beweis gestellt. Wenn seine Gegner sich dann auch noch darauf einlassen, ihn die Matchart diktieren zu lassen, dann ist das für ihn nur von Vorteil.

Jetzt aber zur eigentlichen Frage. Ich erwarte ein Match, was viel davon abhängen wird, was BJ im Vergleich zu King of Extreme verändert hat. Tritt er mit der gleichen Vorgehensweise, Taktik und Verfassung in das Match, dann hat er keine Chance, auch wenn Rottan heute keine Waffen verwenden darf. Rottan hätte ihn bei King of Extreme auch geschlagen, wenn es kein Hardcore Match gewesen wäre, denn er war an diesem Abend schlichtweg einen Schritt voraus. Wenn BJ heute nicht anders agiert, wird es wieder nur ein hart umkämpftes Match, was dann aber genauso ausgeht. Dann wird wieder jeder sagen, wie knapp es doch war, einfach weil sie nicht mit fachkundigem Auge drauf schauen. BJ ist unter Zugzwang. Rottan kann sich heute sozusagen zurücklehnen, denn er muss nichts anderes tun, als sein Wrestling runterzuspulen. Das ist von Hause aus so ausgelegt, dass er damit auf Veränderungen bei BJ reagieren kann. Im Zweifelsfall hat er Glück und seine Reaktion reicht aus. Wenn nicht, wird das eine harte Nuss für ihn, denn technisch gesehen ist BJ ihm definitiv überlegen.“

Michael Specht: „Ich lege mich fest: BJ wird es heute verdammt schwer haben, irgendetwas zu reißen. Dave Rottan ist ein Top Wrestler, in Topform, hat nichts zu verlieren, hat mehr Momentum, als man sich je wünschen könnte und ist trotz seines Alters in der körperlichen Verfassung seines Lebens. Er ist im Prinzip perfekt vorbereitet, hat psychologische Vorteile und kann sich sicher sein, dass er mit seinem Kampfstil alles richtig macht. Was will man eigentlich mehr? Nicht, dass Rottan vorher nicht selbstbewusst gewesen wäre, doch nach diesem Titelgewinn und der Reaktion, die er ausgelöst hat, müsste er nur so vor Selbstbewusstsein strotzen.

Gleichzeitig hat sich in der Analyse der letzten Wochen auch gezeigt, dass Jeff Deritton Rottan mit seiner Wutrede im Prinzip nur unterstützt hat. Was hilft einem Mann wie Rottan denn besser, als wenn er sieht, wie emotional angeschlagen der Anführer der Liga auf seinen Titelgewinn reagiert? Einem Mann wie Rottan gibt das einen gehörigen Motivationsschub, da bin ich mir absolut sicher. Es spricht also eine ganze Menge für ihn und zudem hat er jetzt auch den Championship Vorteil auf seiner Seite. Wenn er austickt und eine Disqualifikation verursacht, kann ihm das abgesehen vom Preisgeld so herrlich egal sein, wie noch nie. Von daher hat er jeden Vorteil auf seiner Seite. Rottan holt das Ding.“


Die Kamera schwenkt noch einmal durch die Runde und dann wird ein letztes Mal George Fischer fokussiert.

George Fischer: „So long von uns, meine Damen und Herren. Viel Spaß beim nun anstehenden Main Event.“

~ Schnitt ~

FCW Undisputed Heavyweight Championship

Singles Match

Dave Rottan (c) vs. The BJ Punk

~ Broken bones, broken hearts ~

Ein gigantischer Jubelsturm geht durch die Halle, denn jetzt ist es soweit. Die Musik des verschollenen Ex-Champions ist zu hören und es ist Zeit für dessen Rematch. Alle Blicke sind auf die Stage gerichtet und die Nerven sind angespannt während der Theme Song läuft.

Eve McHaddon: „Ladies and Gentlemen, das folgende Match ist angesetzt für einen Fall und es ist der heutige Main Event von New Years Clash. Es handelt sich um ein FCW Undisputed Heavyweight Championship Match und hier ist der Herausforderer. Er bringt ein Kampfgewicht von 119 kg bei einer Körpergröße von 1,88 m auf die Waage und kommt aus Cleveland, Ohio in den USA. Er ist die American Wildcat, der Train of Pain.... THE BJ PUUUUUUUUUUUUUUNK!“

Die Fans skandieren laut nach ihrem Helden und rufen nur „BJ! BJ! BJ!“, was eine ganze Zeit lang anhält und.... nichts. Die Rufe werden immer lauter, auch wenn noch keine Spur vom #1 Contender ist. Schließlich nimmt die Lautstärke bei den Fans wieder ab und es wird viel gemunkelt während auch die Musik abgebrochen wird.

Matt Waston: „Wo ist er? Ist BJ wieder nicht hier? Das kann er nicht machen, es geht immerhin um den Undisputed Title...“
David A. Hole: „Der kneift, da geb ich dir Brief und Siegel. Aber ich höre gerade von der Crew wir starten einen zweiten Anlauf.“

~ Broken bones, broken hearts ~

Wieder jubeln die Fans in der Hoffnung, dass jetzt alle Schwierigkeiten geklärt sind. Es wird geklatscht und nach Punk geschrien, aber im Laufe des Theme Songs vom Train of Pain beglückt dieser die Menge erneut nicht mit seinem Auftauchen. Eve McHaddon steht etwas unsicher im Ring und führt langsam das Mikro zum Mund.

Eve McHaddon: „Meine Damen und Herren... THE BJ PUNK!“

Zwar wird er angesagt und das schon zum zweiten Mal, doch der Mann, den alle Welt hier erwartet ist nirgendwo zu erspähen. Er scheint tatsächlich erneut nicht anwesend zu sein und zum wiederholten Mal verstummt die Musik. Man sieht wie die Crew am Ring nur hektisch mit den Köpfen schüttelt und wie von mehreren Leuten abgewunken wird.

~ Hell Yeah by Ski's Country Trash ~

Anscheinend fährt man jetzt Plan B und bringt zuerst den Titelinhaber heraus. Die ersten Klänge der Musik spielen und gleich ist es soweit. Die Halle wird abgedunkelt und der helle Scheinwerfer gleitet durch die zahlreichen Reihen der Halle. Überall wird vom Licht nach dem Champion gesucht bis es schließlich soweit ist, denn im Rottanblock ist ein markanter Aufschrei zu hören – da ist er! Dave Rottan taucht mit dem Undisputed Heavyweight Title in der Hand zwischen seinen Hooligans auf! Brüllend reckt das Biest von der Insel den Gürtel mit einem Arm in die Höhe und natürlich schreien seine Anhänger wie wild mit herum.

Eve McHaddon: „Meine Damen und Herren, ich präsentiere Ihnen mit einem Kampfgewicht von 140 kg bei einer Körpergröße von 1,95 m den amtierenden FCW Undisputed Heavyweight Champion. Er kommt aus Liverpool in England und ist das Biest von der Insel – DAAAAAVE ROOOOOTTAAAAAN!“

Die Lautstärke im Rottanblock ist nochmal gestiegen. Wild gestikulieren die Hools mit ihren Armen umher und verschütten dabei auch fleißig Bier während Rottan sich mit einem Lächeln den Weg durch seine Unterstützer bahnt. Vorne angekommen klettert er über die Absperrung, blickt nochmal über die Schulter nach hinten zu seinen Fans und lacht lauthals bevor er sich in Richtung Ring begibt. An diesem angekommen steigt er über die Treppe auf den Apron, geht hinein und reißt nochmal mit einem Kriegsschrei den Titel hoch. Anschließend laufen die letzten Klänge seiner Musik und alles scheint ruhiger zu werden. Ein wenig Verwirrung macht sich breit, denn eigentlich hätte der Herausforderer ja auch längst im Ring stehen sollen, doch das ist nicht der Fall. Rottan runzelt etwas die Stirn, hat jedoch ein leichtes Grinsen auf den Lippen als...

~ You're simply the best, better than all the rest ~

Jetzt wird die Arena durch die Klänge von „Simply the Best“ in der Version von Tina Turner erfüllt. Alles schaut irritiert umher und auch im Ring ist leichte Skepsis bei Dave Rottan und dem Ringrichter zu erkennen. Der Champion hält seinen Gürtel in der Hand und schultert diesen nun während er das Geschehen auf der Stage beobachtet – DA IST ER!

Matt Waston: „THE BJ PUNK IST HIER! PUNK IST IN WIEN!“

In der Tat, da kommt The BJ Punk durch den Vorhang getreten! In einer glänzenden silbernen Ringkleidung und ebenfalls silberner Facepaint betritt er seit King of Extreme das erste Mal die Halle! Dazu trägt er einen ärmellosen schwarzen Mantel und dreht sich einmal um 180° als er auf der Stage steht, wobei die Arme ausgebreitet sind. Auf dem Rücken seines schwarzen Mantels kann man den ebenfalls silbernen Schriftzug „Simply the Best“ erkennen. Die Zuschauer rasten komplett aus und beginnen wieder mit den „BJ! BJ! BJ!“-Chants, unter welchen der Punkster sich wieder umdreht und dann mit starrem Blick die Rampe hinunter marschiert. Am Ring angekommen geht er einmal eine ganze Runde um das Seilgeviert, wobei ihm viele Hände hingehalten werden, doch diese beachtet er gar nicht, sondern schwingt sich nach Vollendung der Runde auf den Apron und steigt von außen auf die Ringecke. In Sachen Posieren ist hier jedoch auch Fehlanzeige, denn der Blick ist nur starr auf den im Ring stehenden Rottan fixiert.

Eve McHaddon: „Liebes FCW-Publikum, hier ist er – euer Herausforderer auf die Undisputed Heavyweight Championship – begrüßt mit mir... THEEEEEEEE BJ PUUUUUUUUUNK!“

Ohne Reaktion auf die Ansage steht Punk einfach weiterhin von außen auf dem zweiten Seil der Ecke und schaut zu Rottan während das Publikum völlig durchdreht. BJ hüpft nun über die Ecke in den Ring und streift dann seinen ärmellosen Mantel ab, derweil reicht der Champion seinen Gürtel an den Ringrichter weiter, der diesen nach oben hält. Rottan guckt zum vom Ref präsentierten Gürtel, der Train of Pain hingegen nur weiterhin auf den Engländer, ohne den Belt zu beachten. Der Ringrichter gibt den begehrten Preis jetzt nach draußen, checkt nochmal kurz die Bereitschaft der beiden Akteure und gibt dann das Zeichen die Glocke zu läuten.

~ Ding Ding, Ding! ~

Die beiden Kontrahenten schauen sich quer durch den Ring gegenseitig in die Augen und beginnen dann sich langsam aufeinander zu zu bewegen. Es geht in einen Lock-Up, der die ersten Verhältnisse im Match klären soll, doch dieser verläuft ziemlich ausgeglichen. Beide drücken mit aller Kraft beim Kräftemessen, doch so richtig die Oberhand gewinnen kann keiner, sodass sie sich im Endeffekt nur beide gegenseitig wegschubsen und jeder einen Schritt zurück gehen. Während Rottan einfach nur zu lachen beginnt bleibt Punk weiter verbissen und schaut ihn an. Lange fackelt der Punkster nicht, sondern schnellt den Schritt wieder nach vorne und zimmert Rottan eine harte Rechte ins Gesicht. Dieser scheint zunächst mal überrascht und kassiert dafür noch einen Tritt in den Bauch, nach welchem Punk mit drei schnellen Forearm-Shots nachlegt, durch welche das Biest von der Insel etwas nach hinten kippt und am Ringseil lehnt. Nochmal wischt BJ ihm mit einem Faustschlag durchs Gesicht und nimmt dann Anlauf auf der Gegenseite, doch dabei rennt Dave Rottan gleich hinter ihm her. Als Punk also gerade ins gegenüberliegende Seil geht stürmt genau in diesem Moment schon Rottan auf ihn zu und rammt ihm das Knie in den Magen, womit der ehemalige Champ nicht gerechnet hat. Direkt schlägt Rottan wild auf den Rücken des Herausforderers ein, sodass dieser sich angeschlagen nach vorne beugt. Der Engländer schnappt sich gleich seinen Arm, hakt diesen ein und will einen Vertical Suplex ansetzen, gegen welchen sich BJ aber mit Schlägen in die Seite wehrt, sich dann herausdreht und nochmal einem Schlag des Titelverteidigers ausweichen muss, der dadurch in die Seile geht und dann in einen Drop Toe Hold vom Train of Pain rennt. Dieser wirft sich am Boden gleich auf ihn und nimmt Dave in einen Front Face Lock, aus welchem dieser sich aber mühsam wieder nach oben kämpft. Punk steht mit ihm zusammen auf, hält den Hold aber angezogen und nutzt die Position, um Rottan noch zweimal sein Knie von unten ins Gesicht zu stoßen bis dieser es schafft BJ von sich zu schubsen. Sogleich will Punk mit einem hohen Big Boot nachsetzen, allerdings zieht der Mann aus Liverpool seinen Kopf zur Seite und knallt seinem Gegner einen Back Elbow ins Gesicht, durch welchen dieser erst ein paar Schritte nach hinten torkelt und dann selbst einen Big Boot von Rottan einsteckt, der ihn auf die Matte fallen lässt. Relativ zügig will er wieder aufstehen, bekommt dabei aber als er auf allen Vieren ist von der Twoface Creature seitlich die Schuhsohle an die Schläfe getreten und wird an den Haaren wieder auf die Beine gezerrt. Rottan hakt Punk erneut zu einem Vertical Suplex ein und schafft es jetzt im zweiten Anlauf auch ihn auszuheben, doch der am längsten amtierende Undisputed Champion schafft es sich in der Luft herauszuwinden, wodurch er hinter seinem Kontrahenten landet. Er lässt sich kurz ins Seil fallen und knallt Rottan dann eine Clothesline in den Nacken, durch welche der Brite nach vorne auf die Knie fällt. Nochmal nimmt The BJ Punk Anlauf, diesmal jedoch auf der anderen Seite in den Seilen und zeigt einen Knee Trembler gegen den Kopf des knienden Rottans. Cover: 1... Kick Out! Punk lässt aber selbst nach dem frühen Kick Out noch nicht von seinem Rivalen ab, denn er schnappt sich gleich dessen Arm und nimmt ihn in einen Armbar. In diesem lässt er Rottan quasi aufstehen, um den Griff dann zu lockern, den Arm zu verdrehen und den Briten dadurch in einem Wrist Lock zu halten. Aus diesem reißt sich das Biest von der Insel aber einfach los und will dann mit einer Clothesline auf den Challenger losgehen, der sich einfach abduckt und die O'Connor Roll zeigt: 1... 2... Kick Out! Irritiert erhebt Rottan sich und schaut in die Augen von The BJ Punk, der hingegen nur geweitete Augen hat und hoch konzentriert wirkt.

Matt Waston: „The BJ Punk will hier heute offenbar rein gar nichts anbrennen lassen. Er macht einen äußerst konzentrierten Eindruck und bleibt quasi immer an Rottan dran, um diesem keine Luft zu lassen.“
David A. Hole: „Dave muss sich endlich auf seine Stärken besinnen und BJ einfach kaputt schlagen! Ich will ihm nicht zu viel Können zusprechen, aber auf der Matte ist jemand wie BJ sicher erfolgreicher mit seinem Stil. Aber wir wissen auch nicht in welchem Zustand er ist, wir haben ihn seit King of Extreme nicht im Ring gesehen.“
Matt Waston: „Natürlich wissen wir in welchem Zustand Punk ist. Wir haben ihn jetzt ein paar Wochen nicht gesehen, aber an Form hat er in dieser Zeit unmöglich abgebaut. Höchstens wissen wir nicht wie sein psychologischer Standpunkt ist...“

BJ wartet nun bis Rottan sich endlich dazu durchringt auf ihn zu zu stürmen, geht einen Schritt aus dem Weg und gibt Rottan mit der Hand noch etwas Schwung mit, sodass der in die Ringecke knallt. Dort eilt BJ dann wieder auf ihn zu, doch auch der Brite schmeißt sich aus der Schusslinie und lässt Punk mit dem Brustkorb gegen das Polster prallen. Hustend torkelt der #1 Contender nach hinten, bekommt von Dave in den Magen getreten und wird dann in seiner gebückten Position in Richtung Ecke geschleudert, sodass er durch die Seile hindurch mit der Schulter an den blanken Stahl des Ringpfostens kracht. Dort hängt er eine Weile bis BJ sich aus dieser Situation entfernt und sich normal in die Ecke lehnt. Dabei hält er sich mit zusammengebissenen Zähnen seine Schulter, kann aber nicht lange verschnaufen, da Rottan ihn mit einem Stinger Splash anspringt. Im Anschluss lädt er Punk einfach auf die Schultern und will einen Samoan Drop zeigen, wobei der Train of Pain aber beginnt zu zappeln und deshalb wieder nach unten gelassen wird. Dadurch positioniert der Punkster sich hinter Dave Rottan, macht eine Drehung und klatscht ihm eine Spinning Backfist an den Hinterkopf. Direkt greift sich BJ ihn zum Inverted DDT, aber der Undisputed Champion kann sich herausdrehen, stemmt Punk etwas in die Luft und will ihn dann mit einer Art Free Fall Drop von sich werfen, allerdings kann der auf den Beinen landen. Davon überrumpelt schnellt Rottan fast reflexartig nach vorne, kassiert dafür aber einen Superkick in den Magen und steht gebückt. Punk wirft sich ins Seil, aber da hievt die Two-face Creature ihn aus dem Lauf schon auf die Schultern und packt den knallharten Samoan Drop jetzt doch noch mit Erfolg aus!

David A. Hole: „Siehst du, schon hat Punk das Ruder wieder aus der Hand gegeben. Als wenn der Rottan heute schon wieder vom Thron stoßen könnte. Diese Ära ist noch lange nicht vorbei, Matt.“
Matt Waston: „Lobe den Tag nicht vor dem Abend, David. Man hat den Biss in BJ's Augen heute deutlich gesehen und der Auftakt hat gezeigt, dass er sich einen Plan zurecht gelegt hat Rottan in die Enge zu treiben. Sobald die Offensive wieder umschlägt ist das eine ganz andere Kiste.“
David A. Hole: „Hier schlägt gar nichts um, denn Dave Rottan will den Sack jetzt schon zumachen und den Herausforderer abfrühstücken.“

Wie Hole es gesagt hat setzt es der Engländer auch gerade um, denn er nimmt einige Schritte Anlauf, rennt los und springt mit seinem Butcher from London (Running Senton) auf Punk drauf! Cover: 1... 2... Kick Out! Gleich will Rottan seinem Gegner aufhelfen, der zieht aber den Chinbreaker durch. Dave torkelt herum während Punk sich mit gereizter Mimik wieder erhebt und losrennt – Clothesline! Als der Brtie aufsteht folgt noch eine zweite Clothesline, nach der er sich ebenfalls wieder schnell erhebt, allerdings auch gleich einen Kick aus der Drehung einsteckt, der Dave im Magen erwischt. Gebückt bekommt er dann noch von unten gegen den Brustkorb gekickt und richtet sich dadurch wieder gerade auf. Nachdem BJ ihm daraufhin nochmal in den Bauch getreten hat legt er richtig los und lässt wilde Faustschläge auf Rottan einprasseln bis Rottan sich flach auf die Matte fallen lässt und sich aus dem Ring nach draußen rollt, wobei er zwar noch ein paar Stomps mit auf den Weg bekommt, sich aber dennoch in Sicherheit bringen kann. Zumindest für ein paar Sekunden, denn wie von der Tarantel gestochen slidet Punk ebenfalls nach draußen, wo Rottan sich kurz an die Absperrung stützt, dafür aber schon wieder von hinten niedergeschlagen wird. The BJ Punk packt den Psychopathen jetzt am Kopf, zerrt ihn hoch und hämmert ihn dann mit dem Gesicht voran auf die Ringtreppe. Auch nach dieser Aktion zieht er Dave aber gleich wieder hoch und schleudert ihn nochmal mit Wucht in Richtung der Absperrung, sodass er mit dem Rücken gegen diese fliegt und anschließend davor sitzt. Der Train of Pain geht im Anschluss etwas auf Abstand und beobachtet Rottan dabei wie dieser versucht aufzustehen. Punk ist etwas in der Hocke und bei seinem Handeln unglaublich fokussiert während die Zuschauer komplett ausrasten und nur „BJ! BJ! BJ!“ chanten. Punk beachtet diese Chants ganz und gar nicht, sondern scheint sich in seiner ganz eigenen Welt zu befinden, in welcher nur der Fokus auf seinem Rivalen und dem Match selbst liegt. Er fixiert nur Rottan, der sich an der Absperrung nach oben zieht. Auf diesen rennt er jetzt zu, doch der Champion fährt das Bein aus und knallt BJ seinen Fuß ins Gesicht. Direkt danach packt er sich den nach hinten torkelnden Punkster und will ihn quasi mit einem Mat Slam auf den Hallenboden schmeißen, wobei der frühere Heavyweight Champion allerdings mit dem Hinterkopf gegen die Ringtreppe gedonnert wird. Ein lautes und besorgtes Raunen fährt von Seiten der Zuschauer durch die Halle, lediglich der Rottanblock ist aus dem Häuschen und ist wie wild am rumbrüllen und pöbeln. Der Held dieser Hooligans höchstpersönlich hingegen stützt sich erst mal auf dem Apron ab und muss sich kurz erholen nachdem BJ sich eben wie ein Terrier an ihm festgebissen hatte. Der Ringrichter ist mit seinem Count derweil bei 7 angekommen, weshalb sich Rottan kurz in den Ring rollt und dann wieder raus, womit der Count Out unterbrochen wird. Ruckartig reißt er BJ wieder hoch, packt ihn am Kopf und schleudert ihn dann mit Wucht gegen den angrenzenden Ringpfosten. Nach einer harten Kollision mit dem Stahl macht Punk eine Drehung um 180° und fällt einfach nach hinten um, wonach er mit Armen und Beinen von sich gestreckt auf dem Hallenboden liegt. Rottan atmet weiterhin erst mal durch und setzt die kleine Verschnaufpause fort.

Matt Waston: „Er sollte sich nicht zu viel Zeit lassen, denn jemanden wie Punk darf man nicht unterschätzen. Wer das tut ist selbst schuld, denn immerhin ist dieser Mann der am längsten amtierende Träger dieses Titelgürtels.“
David A. Hole: „Aber nur noch auf dem Papier, denn Dave Rottan hat bei King of Extreme offiziell die Jagd auf diesen Rekord gestartet. Es braucht nur etwas Zeit, dann gehört Rottan auch diese Errungenschaft von Punk.“
Matt Waston: „Jetzt schon von einem Rekord zu sprechen ist ja wohl absoluter Quatsch. Seit Ewigkeiten kam niemand an den Rekord von Deritton heran, selbst ein Kaliber wie Rex Kitchen ist auf den letzten Metern gestolpert und das...“

Auf einmal wird Waston unterbrochen, denn es tut einen lauten Knall. Während die beiden Kommentatoren sich unterhalten haben hat Rottan seinem Gegner wieder aufgeholfen, ihn zum Pult von Hole und Waston geschleift und haut ihn nun mit dem Gesicht volle Wucht auf die Abdeckungs des Tischs. Danach packt er sich Punk und rollt diesen zurück in den Ring. Nach einem kurzen Lachen in Richtung der Kommentatoren slidet auch Rottan wieder ins Seilgeviert, aber genau das ist es was ein fokussierter Punk auszunutzen weiß, denn er steht wieder und knallt Rottan erschöpft den hohen Boot an den Kopf. Der Champion sinkt benommen auf die Knie, wo er von Punk nochmal einen nach unten gezogenen Dropkick nehmen muss. BJ begibt sich darauf zielstrebig in die Ringecke und steigt raus auf den Apron, von wo er das Toprope erklimmt. Natürlich waren die vorigen Aktionen nicht hart genug, um Rottan unten zu halten, weshalb der wieder da ist und gegen Punk zuschlägt, was dafür sorgt, dass der Herausforderer unsanft auf der Ecke aufsetzt. Dave Rottan schnauft kurz durch und steigt dann aufs zweite Seil der Ecke, um einen Superplex gegen Punk ansetzen zu wollen, doch der wehrt sich mit Schlägen. Die FCW-Fans buhen bei jedem Schlag von Rottan während der Rottanblock jubelt. Bei den Treffern Punks ist es natürlich genau umgekehrt. Schließlich wird das Geschrei aus dem Rottanblock immer lauter, denn der Two-face Creature gelingen mehrere Punches nacheinander und so hakt er Punk erneut zum Superplex ein. Er probiert diesen auszuheben, doch wie aus dem Nichts hebelt der Train of Pain den Titelverteidiger auf einmal selbst aus und lässt ihn mit einem Avalanche Gourdbuster vom zweiten Seil auf die Matte krachen! Angeschlagen rappelt The Beast from the Island sich wieder auf während Punk sich wieder auf das Toprope begibt – DIVING CLOTHESLINE! Punk denkt jedoch gar nicht daran ins Cover zu gehen, sondern rappelt sich auf, geht erneut in die Hocke und wartet angespannt. Langsam regt Rottan sich auf der Matte und will aufstehen, ist aber erst auf den Knien und wirkt nach dem Sturz von eben noch ganz schön durch den Wind. Punk zeigt ihm wütend beide Mittelfinger und brüllt ein lautes „FUCK YOU!“ heraus... Grounded Superkick!

Sogleich kippt der Train of Pain auf die Matte und geht ins Cover: 1... 2... NEIN! KICK OUT!

Matt Waston: „DAS nenne ich mal puren Hass! Punk ist einfach nur mit einem Tunnelblick auf Rottan fixiert, dass er die ganze Umgebung nicht wahrnimmt. So tief ist der Hass auf den Mann, der ihm sein Gold entrissen hat.“
David A. Hole: „Und so einer will ein Vorbild für die Fans sein? Hier sind Kinder anwesend, die sein Merchandise kaufen und er zeigt hier beide Mittelfinger mit einem solchen Ausruf?“
Matt Waston: „Vielleicht nicht die feine englische – haha – Art, aber für den Herausforderer zählt hier heute in Wien wohl nur eins und das ist der Rückgewinn der höchsten Krone in der FCW. Wenn er sich dafür so aufstacheln muss, dann wird ihm das recht sein.“

Ohne lange zu fackeln macht Punk nach diesem Kick Out weiter, indem er sich den Kopf von Rottan zum Headlock schnappt und ihn in diesem wieder auf die Beine zieht. Blitzartig löst er den Griff und rammt Rottan seinen Ellbogen auf die Schädeldecke. Direkt folgt die nächste Aktion, die noch verheerender ist, denn Punk macht eine Drehung und knallt dem Champ einen seiner patentierten Rolling Elbows an den Kopf. Der Engländer scheint weiche Knie zu bekommen und wankt etwas. Ein zweiter Rolling Elbow soll folgen, aber Dave taucht ab, rennt ein paar Schritte, drehst sich quasi auf der Hacke um und sprintet zurück auf den sich umdrehden Punkster zu – DISINTEGRATION CLOTHESLINE! Beide Akteure liegen keuchend auf dem Rücken und scheinen fast ausgeknockt, doch letztendlich ist es unter den peitschenden Anfeuerungsrufen seiner Hools aus dem Rottanblock eben jener Brite, der sich auf der Matte auf den Gegner legen kann: 1... 2... NEEEEEIN! KICK OUT! Die Two-face Creature wirkt zunächst etwas geschockt, doch dieser Schockmoment verwandelt sich schnell in seine gewohnt kranke Belustigung. Langsam erhebt Rottan sich und baut sich erschöpft auf, wobei er weiterhin lacht. Auch Punk versucht aufzustehen und zieht sich an den Beinen vom Champion hoch, der nur die Arme ausbreitet und lacht.

Dave Rottan: „Komm schon, Punk!“

Lachend ohrfeigt er den knienden BJ und haut ihm mit der flachen Hand etwas auf den Hinterkopf.

Dave Rottan: „Kämpf gegen das Monster an und siege für das Gute – hahaha!“

Nun greift er dem Punkster einfach mal ins Gesicht und stößt dessen Kopf nach hinten von sich weg.

Dave Rottan: „Na, was ist denn los?!“

Plötzlich brüllt Punk und schlägt Rottan in den Magen. Der beugt sich angeschlagen nach vorne über und kassiert noch einen zweiten Treffer dieser Sorte. Natürlich hält er gleich mit Schlägen dagegen, doch Punk beißt sich mit Punches in den Bauch durch und erhebt sich wieder, womit es zu einem Schlagduell auf Augenhöhe kommt. Nachdem Punk in diesem die Oberhand gewinnt und wie verrückt auf Rottan einschlägt packt er ihn und hält den Briten in einem Front Face Lock fest, aber der nutzt seine unbändige Kraft dazu Punk aus dieser Position einfach auf die Schultern zu stememn – SAINT AND SINNER (F5)! Cover: 1... 2... NEEEEEEEEEEEIIIIN! UNMENSCHLICH! THE BJ PUNK BEFREIT SICH TATSÄCHLICH UND DAS PUBLIKUM STEHT KOPF!

Matt Waston: „DAS GIBT ES NICHT! WIEN CITY IST EIN HEXENKESSEL!“

Auch Rottan schaut nur ungläubig auf seinen Gegner, der erschöpft versucht sich zu erheben. BJ ist auf den Knien und schaut mit glasigen Augen auf den Champion, der nur den Kopf schütteln und ihm ins Gesicht schlägt. Punk hält sich die Wange und versucht bei klarem Verstand zu bleiben, aber wieder setzt es zwei Schläge, auf die BJ ähnlich reagiert.

Dave Rottan: „STAY DOWN!“

Mit verzweifeltem Gebrüll kommt der nächste Schlag, nach welchem Rottan zurück geht. Er wartet bis der wacklige Punkster sich erhebt und rennt los – Doc Martens Beat (Bicycle Kick)... nein! Punk stolpert aus dem Weg und packt zum zweiten Mal heute Nacht den Superkick in den Magen aus. Benebelt lässt er sich in die Seile fallen, springt vor dem gebeugten Rottan hoch und zieht einen Jumping Curb Stomp durch!

Komplett neben der Spur taumelt Punk umher und fällt dann selbst auf die Matte. Dort fuchtelt er leicht mit den Armen und wirkt selbst wie im Delirium. Rottan wirkt ebenfalls echt durch den Wind und hat keinen klaren Blick mehr beim aufstehen. Auch Punk kommt nach oben und beide erblicken einander. Doppelter Ansturm – DISINTEGRATION CLOTHESLINE, ONCE AGAIN! Die Zuschauer buhen lautstark und BJ ist ausgeknockt. Regungslos und mit geschlossenen Augen liegt er am Boden.

David A. Hole: „DAS WAR'S! Punk ist erneut an dieser Mauer namens Dave Rottan zerbrochen! Er hat seinen Meister gefunden!“

Erschöpft reißt Rottan den Gegner hoch und nimmt ihn auf die Schultern. Hier kommt der Saint and Sinner, denn Rottan will Punk gerade überwerfen, kippt jedoch plötzlich nach vorne weg und fällt auf die Nase, denn bei diesem Wurf hat BJ auf den Füßen landen können, sich in derselben Bewegung sofort Daves Arm geschnappt und ihn daran nach unten gezwungen, wo er diesen zwischen seine Beine klemmt – OMOPLATA CROSSFACE!

Der Rottanblock brüllt nur aufgebracht durcheinander während der Rest der Halle „TAP! TAP! TAP!“ schreit. Rottan hat sichtliche Schmerzen und kämpft gegen die Aufgabe an. Seine Hand wedelt herum und er zittert mit dem freien Arm. Punk brüllt lautstark seine Wut heraus und Rottan erleidet schiere Höllenqualen bis... SEIN ARM ZU BODEN FÄLLT! ROTTAN VERLIERT  DAS BEWUSSTSEIN! ROB MICATIN BRICHT AB!

~ Ding, Ding, Ding! ~

Direkt bricht Punk den Griff ab und kippt zur Seite weg. Rottan liegt einfach nur regungslos auf der Matte und das mit dem Gesicht nach unten. Punk hingegen bekommt jetzt vom Referee auf die Beine geholfen, der dessen Arm zum Sieg nach oben hält, doch BJ schaut nur schwer atmend vor sich auf den Boden. Dann lässt der Offizielle sich von draußen den Gürtel geben während der Train of Pain wieder auf die Knie gesunken ist und sich zu regenerieren versucht. Er bringt den Undisputed Heavyweight Title jetzt zu BJ, welcher ihn gar nicht beachtet. Der Ringrichter steht mit dem Gold neben dem knienden neuen Champion und der sieht gar nicht erst hin. Schließlich will Punk aufstehen und sieht wer vor ihm steht. Er legt eine Hand an den Gürtel, sieht dem Ref in die Augen und nimmt diesem dann den Belt ganz ab. Es folgt ein kurzes Starren auf den Titel bevor Punk sich einfach umdreht und aus dem Ring steigt. Mit dem Titelgürtel in der Hand und ohne zu posieren marschiert der Punkster einfach die Rampe hinauf und wird dabei frenetisch gefeiert. Jedoch achtet er darauf wohl gar nicht und verschwindet ohne einen Blick zurück durch den Vorhang hinter den Kulissen. Während in der Halle noch die Klänge von Tina Turners „Simply the Best“ spielen schalten die Kameras hinter die Kulissen. Dort sehen wir wie The BJ Punk mit dem Titel in der Hand einfach mit leicht gesenktem Kopf und schnellen Schritten durch die Gänge schreitet. Immer wieder kreuzen Mitarbeiter seinen Weg und wollen ihm scheinbar gratulieren, doch diese werden einfach ignoriert oder teils sogar auf die Seite gestoßen. Nun kreuzt Sita Romaros mit einem Mikrofon in der Hand seinen Weg und will den nahenden neuen Champion gleich empfangen.

Sita Romaros: „BJ, herzlichen Glückwunsch zu dei...“

Im Vorbeigehen rempelt der Train of Pain einfach nur Sitas Arm mit dem Mikrofon an, sodass sie dieses fallen lässt. Ohne sie auch nur anzuschauen marschiert Punk weiter den Gang entlang, wobei ihm Romaros nur verdutzt hinterher schauen kann. Nachdem wir BJ Punk mit dem Heavyweight Title in der Hand Backstage um eine Ecke biegen sehen endet der PVV...





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